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Polizei klärt mehr Straftaten auf

Die Springer Polizei hat am Freitag ihre Kriminalitätsstatistik vorgelegt. Im Jahr 2016 bearbeiteten die Beamten in Springe und Pattensen 1672 Straftaten, dazu kommen rund 200, die von Hannover aus betreut wurden.

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Die Springer Polizei hat am Freitag ihre Kriminalitätsstatistik vorgelegt. Im Jahr 2016 bearbeiteten die Beamten in Springe und Pattensen 1672 Straftaten, dazu kommen rund 200, die von Hannover aus betreut wurden - unter anderem das Tötungsdelikt an der Magedeburger Straße. Die Aufklärungsquote liege mit 68,8 Prozent höher als im Vorjahr und deutlich über dem Landesschnitt.

Bei den Diebstahlsdelikten ist ein wiederum ein Rückgang zu verzeichnen. Im PK Springe mussten im Jahr 2016 insgesamt 563 Taten bearbeitet werden (Vorjahr 600). Springe sei erneut von größeren

Aufbruchserien verschont gewesen, so Kripochef Hartmut Retzlaff. Ebenfalls sei weniger in Geschäfte, Büros und Kneipen eingebrochen worden. 2014 gab es noch 67 Taten, im Jahr 2015 36 Taten und im Jahr 2016 wurden 31 Einbruchstaten angezeigt. Hiervon konnten laut Polizei mit 48 Prozent nahezu die Hälfte der Straftaten aufgeklärt werden. Wie im Vorjahr wurde auch im letzten Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Wohnungseinbrüchen gelegt - mit Tipps und Gesprächen für Hauseigentümer. In Springe gab es 44 Wohnungsaufbrüche, während in Pattensen 33 Taten zu verzeichnen waren. In insgesamt 36 Fällen blieb es beim Versuch, die Täter konnten nicht ins Haus vordringen oder mussten ohne Beute flüchten.

Die Anzahl der Fahrraddiebstähle ist leicht auf 81 Fälle gefallen, 55 in Springe, 26 in Pattensen. Die Betrugskriminalität ist leicht von 307 auf 347 Taten gestiegen. Die Ermittlungen insbesondere im Bereich Internetkriminalität sind oftmals sehr aufwändig und schwierig. Die Anzahl der Taten in diesem Deliktsfeld dürfte in den nächsten Jahren weiterhin zunehmen. Auch hier ist ein großes Dunkelfeld zu vermuten, da Betrugsstraftaten mit geringem Schaden selten angezeigt werden. Dieser Deliktsbereich stellt die Polizei ständig vor neue Herausforderungen, da immer wieder neue Varianten auftreten.

Die Ermittlungsverfahren bei der Betäubungsmittelkriminalität waren mit 85 bearbeiteten Fällen im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Dies dürfte allerdings die Realität nur unzureichend abbilden. Aus diversen Ermittlungsverfahren haben sich Hinweise ergeben, dass sich die Konsumenten in Hannover mit Marihuana versorgen. Sogenannte harte Drogen wie Heroin und Kokain spielen laut Polizei in Springe offenbar kaum eine Rolle.

Bei der Straßenkriminalität ist ein leichter Rückgang auf 310 Taten (Vorjahr 327) zu verzeichnen. Hierunter werden Raub- und Körperverletzungsdelikte erfasst, von denen über 95% aller Taten geklärt werden. Erfreulich sei insbesondere der Rückgang bei der Anzahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen, die von 41 auf 28 Taten gesunken ist, so Retzlaff. Gestiegen ist die Anzahl der Sachbeschädigungen auf 206 Taten (Vorjahr 178), hier insbesondere die Sachbeschädigungen an Kfz von 63 auf 89 Taten. „Wiederum erfreulich, dass 37 Prozent aller angezeigten Sachbeschädigungen aufgeklärt werden konnten“, so Retzlaff.

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