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Politik will Fahrplan für Stellenoffensive in der Verwaltung

SPRINGE. Schlechte Arbeitsbedingungen, zu wenig Personal, überdies gehen bald viele Mitarbeiter in den Ruhestand: Die Stadtverwaltung ist nicht eben bestens aufgestellt. Die Politik steuert dagegen – mit einer Personaloffensive im Baufachbereich. Die sorgt auch für Stirnrunzeln: Wo werden welche Stellen geschaffen?

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Im Rathaus indes zeigt sich Springes Chef-Verwalter Gerd-Dieter Walter erfreut vom Sinneswandel der Politik. Er geht davon aus, dass ein Gutachten der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGST) zur Neuorientierung der Parteien in Sachen Personal beigetragen hat. Die Experten kamen darin zum Ergebnis, dass Springes Stadtverwaltung personell unterbesetzt ist.

Zwischen 280 und 290 Mitarbeiter sind aktuell bei der Kommune beschäftigt – aufgrund saisonbedingter Anstellungen schwankt die Zahl im Jahresverlauf. Richtig eng wird es laut Walter ab dem Jahr 2020 besonders in der Führungsriege der Fachdienste – wenn die Stadt nicht gegensteuert. Nicht zuletzt, weil sich wegen der Möglichkeiten des Vorruhestandes gar nicht wirklich abschätzen lässt, ob die Lücke möglicherweise noch größer wird.

In manchen Fachdiensten hat der Rat schon grünes Licht dafür gegeben, dass dem bisherigen Stelleninhaber eine neue Kraft zur Seite gestellt wird, damit die lernen kann, wie‘s geht. Walter: „Es gibt Positionen, die einer umfangreichen Einarbeitung bedürfen.“ Trotz der Einstellungsoffensive ist dafür nicht in jedem Bereich Geld da. In dem Fall hofft Walter auf eine neue Software, mit deren Hilfe neue Mitarbeiter besser auf ihre Aufgaben vorbereitet werden können.

Klar ist, dass die Verwaltung vor großen Umbrüchen steht. Da möchte die Politik gern auf dem Laufenden bleiben. Deshalb haben CDU und SPD sich dafür stark gemacht, dass die Personalplaner ein Organigramm, also einen Überblick aller Stellen, anfertigen. Darauf soll die Politik ablesen können, welche Planstellen es gibt, welche Aufgaben ihnen zugeordnet sind – und was sie die Stadt kosten. Auch Stellen, die entfallen können, sollen aufgelistet werden.

Dem möchte Walter nachkommen – und betont, dass die Verwaltung die neuen Möglichkeiten zur Personalrekrutierung nicht überstrapazieren werde. „Wir besetzen Stellen nach sachlicher Notwendigkeit“, versichert er. Bürgermeister Christian Springfeld kann sich vorstellen, dass zwei Versionen des Organigramms angefertigt werden: Eine für die Öffentlichkeit, aus der keine Rückschlüsse auf Mitarbeiter-Daten gezogen werden können, und eine für die interne Nutzung.

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