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Dass die noch immer nicht gebaute Anlage am Bahnhof kostenpflichtig wird, ärgert offenbar die Region

Pendler-Parkplatz in der Kritik

Springe. Seit Monaten warten die Springer Pendler auf den neuen Parkplatz am Bahnhof. Die Industriehallen, die dafür abgerissen werden sollen, verfallen – und jetzt auch noch das: Offenbar ist die Region eigentlich gar nicht einverstanden damit, dass Pendler für die Nutzung der Anlage eine Gebühr zahlen sollen.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

„Ungewöhnlich und von der Idee her erst mal so nicht gewünscht“ sei diese Regelung, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz. Hintergrund: Die Pendler-Parkplätze an Bahnhöfen, die unter Mitwirkung der Region entstehen, sind eigentlich grundsätzlich kostenlos. Ziel ist schließlich, möglichst viele Autofahrer zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen, um die Umwelt zu schonen und insbesondere den Pendlerverkehr auf den stark belasteten Straßen rund um Hannover zu reduzieren.

Dass die Erweiterung am Springer Bahnhof nun von einem privaten Unternehmen gebaut und betrieben werden soll, sei „der besonderen Konstellation und Entwicklung“ am Standort geschuldet, sagt Kreutz – ohne diese Umstände näher zu schildern. Ändern wird sich daran nun ohnehin nichts mehr – auch wenn Kreutz durchblicken lässt, dass man gerne würde: Den Gebühren für Pendler werde man sich „als Region wahrscheinlich nicht mehr entgegenstellen können“, so die Sprecherin.

Vor einigen Jahren erst hatte die Region in Bennigsen weitere Plätze für Auto- und Radfahrer geschaffen; aktuell wird auch am Völksener Bahnhof ausgebaut – alles auf Kosten der Steuerzahler und hinterher dementsprechend gebührenfrei zur Nutzung.

Wann genau der Baustart in der Kernstadt erfolgen soll, weiß Kreutz nicht: Man befinde sich weiter in Gesprächen mit dem Projektentwickler. Einer der Knackpunkte scheint die integrierte Wendeschleife für die Linienbusse zu sein – und wer genau für den Unterhalt dieser Fläche zuständig ist.

In diesem oder dem kommenden Jahr will die Region ungeachtet dessen ihr eigenes „Park-and-Ride“-Konzept aktualisieren und dabei auch noch einmal die Stellplatz-Situation an allen drei Springer Bahnhöfen überprüfen.

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