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Werbegemeinschaft will Tiefgarage am Nordwall umgestalten / 16 neue Mitglieder – auch Filialisten

Parkpalette bringt Händler auf die Palme

Springe (mari). „Wer da reinfährt, kriegt das Schaudern“: Die Tiefgarage am Nordwall („Parkpalette“) ist laut Einzelhändler-Chef Erhardt Bormann ein echter Schandfleck. Die Werbegemeinschaft sucht Ideen, wie der Betonklotz herausgeputzt werden kann.

„Zum Schaudern“: Die Stellflächen am Nordwall sind laut WIR düster und dreckig, in den Ecken stinke es bestialisch n

„Es ist absolut wichtig, dass da etwas gemacht wird“, so Bormann. In der Tiefgarage sei es viel zu dunkel, sie sei dreckig und es stinke „bestialisch nach Urin“.

Der Vorstand des Werbe- und Informationsringes Springe (WIR) hat einen renommierten Graffiti-Künstler aus Hameln angesprochen, der das Bild ausgewählter Schaufenster auf die Betonwände sprühen könnte. Kostenpunkt: deutlich mehr als 10 000 Euro und damit zu teuer. Allerdings würde auch das bloße Grundieren und Streichen der Flächen einen fünfstelligen Betrag verschlingen. Der WIR-Vorstand hofft jetzt auf Umgestaltungs-Vorschläge der Mitglieder.

Passive Mitglieder: Die Zahl der WIR-Mitglieder ist von 78 auf 94 gestiegen. Dank einer Satzungsänderung soll der Kreis noch größer sein: Auch Springer, die kein Gewerbe haben, können passives Mitglied werden. Den Wunsch hätten Immobilienbesitzer geäußert, die mitarbeiten oder die WIR fördern wollen, erklärte Schriftführer Stefan Rust bei der Jahresversammlung der Einzelhändler.

Passive Teilnehmer zahlen 72 Euro – die Hälfte des Regelbetrags – haben allerdings kein Stimmrecht. Erstes Passiv-Mitglied ist Stadtmanagerin Anike Fritz. Sie unterschrieb die Anmeldung noch während der Versammlung.

Wirtschaftsschau: Die Messe im September 2010 auf dem Burghof hat die Werbegemeinschaft weniger als 500 Euro gekostet. Bei der Wirtschaftsschau im Herbst in Bad Münder wollen die Einzelhändler einen Gemeinschaftsstand mit der Stadt Springe aufbauen.

Adventskalender: „Die Zeit des Göbeltalers ist vorbei“, glaubt Erhardt Bormann. In der Vorweihnachtszeit hatten die Kaufleute deshalb 5000 Adventskalender verteilt, hinter dessen Türen sich 24 Gutscheine verbargen. Bormann: „Das Feedback war fantastisch.“ Er plädiert für eine Wiederholung mit leichten Änderungen.

„WIR-Botschafter“: Ehrungen gab es bei der Hauptversammlung nicht – und irgendwie doch. Der Vorstand bedankte sich mehrfach bei Jochen Dörrie, der ehrenamtlich alle verkaufsoffenen Sonntage organisiert, Aktionen koordiniert, aber auch so hartnäckig mehrere Filialisten umworben hat, dass sie in die WIR eingetreten sind. Bormann spricht von Dörrie als „WIR-Botschafter“.

Verkaufsoffene Sonntage: Die nächsten verkaufsoffenen Sonntage sind am 1. Mai („Tag der Vereine“ und Maibaumfest), am 26. Juni (Töpfermarkt) und am 9. Oktober (Herbstmarkt). Beim Klimaschutztag am Sonnabend, 21. Mai, sollen die Läden erst um 17 Uhr schließen.

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