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Ausschuss nickt Pläne für neue Flächen ab / Region an Kosten beteiligt / Marock: „Das wird eine schicke Ecke“

Parken am Bahnhof für 2,50 Euro am Tag

Springe (ric). Der Planungs- und Umweltausschuss hat gestern Abend die Weichen für den Bau des Park-and-ride-Platzes gestellt: Am Bahnhof sollen 60 kostenpflichtige Abstellmöglichkeiten für Pendler entstehen. Sämtliche planerische Hürden scheinen inzwischen überwunden.

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Die früheren Bahnschuppen stehen leer, sind heruntergekommen. Ortsbürgermeister Carsten Marock bezeichnet sie als Schandfleck. Die Gebäude hatte die Bahn an die Gesellschaft Aurelis verkauft, die wiederum veräußerte sie an einen privaten Investor. Und der will dort Stellflächen einrichten. Die Tagesgebühr soll bei 2,50 Euro liegen – dafür sparen viele Auswärtige, die in den Großraum Hannover reisen, bekanntlich bei ihrer Fahrkarte. „Es wird sich zeigen, ob das Konzept angenommen wird“, sagt Baudezernent Hermann Aden. Nachteile hätte lediglich die Taxizentrale zu befürchten: Sie kann ihre Fahrzeuge nicht mehr wie bislang vor den Schuppen kostenlos abstellen. Durch die Parkplätze führt – um auch einer Nutzung für die Bahn gerecht zu werden – eine Zufahrt zu den Gleisen. Sie soll auch von Bussen als Wendebereich genutzt werden – eine Möglichkeit, die bislang am Bahnhofsvorplatz fehlte. Darum wird sich auch die Region an den Kosten beteiligen. Die erneute Auslegung der Pläne brachte keine weiteren Einwände hervor. Der Ausschuss votierte einstimmig dafür. Ortsbürgermeister Marock – gestern zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses um Jürgen Kohlenberg gewählt – glaubt an die Aufwertung des Standortes: „Das wird eine schicke Ecke, die Springe gut zu Gesicht steht.“ Kohlenberg gab sich augenzwinkernd wehmütig: Als Lehrling hatte er die Lagerhallen mit gebaut.

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