weather-image
12°

Otto-Hahn-Gymnasium: Mäuse in der Decke - und Geschlossenheit

Mit einem gemeinsamen Statement in Sachen Baustelle Otto-Hahn-Gymnasium demonstrieren Stadt und Schulleitung nun Geschlossenheit - und versprechen Nachbesserungen.

270_0900_63519_OHG.jpg

Mäuse in der Decke des Gebäudes und eine in Teilen durchhängende Deckenkonstruktion – das sind die wesentlichen Mängel, die bei einer fachkundigen Begehung des Nebengebäudes festgestellt worden seien. Die Schulleitung hatte das Gebäude Anfang September vorübergehend geschlossen, weil Schüler und Lehrer über Kopfschmerzen klagten, wenn sie sich dort aufhielten. An der Begehung hätten nun neben Vertretern des Bauamtes und der Schulleitung eine Arbeitsmedizinerin und eine Fachkraft für Arbeitssicherheit aus der Landesschulbehörde teilgenommen, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung.

Die Stadt habe „umgehend mit der Behebung dieser und weiterer Mängel begonnen“, so Springfeld. Auch das offenkundige Feuchtigkeitsproblem in einzelnen Räumen werde angegangen. Sobald die Mängel vollständig behoben seien, könne das Gebäude wieder für die Nutzung freigegeben werden. Die dort untergebrachten 7. Klassen übernehmen vorübergehend die Klassenräume der 10. Klassen, die dadurch für einige Wochen ständig die Räume wechseln müssten. „Derzeit reichen die Räume nicht aus, um alle Klassen mit eigenen festen Klassenräumen zu versehen“, räumt Springfeld ein.

Dass aber die Tage des „Bunkers“ grundsätzlich gezählt sind, sei bei allen Beteiligten unstrittig. „Die Stadt nimmt die Bedenken von Eltern, Schülern und Lehrern sehr ernst und teilt die Einschätzung, dass die dortigen Räumlichkeiten in einem unerfreulichen Zustand sind“, so Springfeld. Für eine auf Dauer zufriedenstellende Lösung sei ein Raumkonzept erforderlich, das das gesamte OHG-Gebäude kritisch in den Blick nehme. Stadt und Schule arbeiteten seit einigen Monaten gemeinsam an diesem Konzept, das unter dem Namen „OHG 2030“ das Gymnasium auch hinsichtlich der Raumstruktur und -ausstattung zukunftsfähig machen soll. Die Stadt habe einen Architekten und Ingenieur damit beauftragt, diesen Prozess professionell zu begleiten und zu koordinieren. Zu diesem Prozess gehören auch die umfassenden Bauarbeiten am Kunsttrakt und an der Bibliothek.

Bürgermeister Christian Springfeld versichert, er habe das OHG „zur Chefsache erklärt“ und halte sich täglich über den Stand der Maßnahmen auf dem Laufenden. „Viel Zeit bis zum Winter bleibt nicht mehr und dann muss die Gebäudehülle wieder dicht sein“, so Springfeld. Der beauftragte Prozessmanager Stefan Schmitz sei aber nach kurzer Einarbeitungszeit optimistisch, dass man das Ziel bis November erreichen könne: Dann seien die neuen Fenster eingebaut und das neue Dach dicht. Für alle weiteren Maßnahmen an der Fassade und die Malerarbeiten hänge der Baufortschritt extrem vom Wetter ab.

Schulleiterin Kerstin Prietzel freut sich der Stellungnahme nach, dass die Arbeit des „personell unterbesetzten“ städtischen Bauamtes nun durch eine externe Projektleitung unterstützt wird. Über wöchentliche Besprechungen aller Verantwortlichen – Schulleitung, Bürgermeister, Bauamt, Architekten und Projektmanager – solle sichergestellt werden, dass die Informationen verlässlich fließen und alle auf demselben Kenntnisstand sind.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare