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Osterfeuer: Premiere ohne rote Zahlen geglückt

SPRINGE. Seine Befürchtung hat sich nicht bewahrheitet: Event-Manager Michael Jordan wollte keine roten Zahlen beim Osterfeuer schreiben – und das ist ihm offenbar geglückt.

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Saskia Helmbrecht Volontärin zur Autorenseite

„Ich rechne mit einem kleinen Plus, die Abrechnung ist aber noch nicht ganz fertig“, sagt Jordan, der als neuer Ausrichter in letzter Minute eingesprungen ist. Mit dem großen Besucheransturm habe er nicht gerechnet, bis zu 800 Springer feierten vor den lodernden Flammen – obwohl Jordan im Vorfeld auf Werbeflyer verzichtet hatte.

„Ich bin sicher, dass da noch mehr Potenzial gewesen wäre. Viele waren auch verunsichert, ob das Osterfeuer in Springe wirklich stattfindet.“ Eine hannoversche Internetseite hatte vermeldet, dass in der Deisterstadt kein Feuer entzündet wird. „Sicherlich wären sonst auch noch mehr Bürger gekommen.“

Für Jordan war es eine Premiere, um Erfahrungen zu sammeln, betont der Völksener. Er ist zuversichtlich, auch im kommenden Jahr wieder Ausrichter zu sein. „Die Feuerwehr hat bereits gesagt, dass sie auch im kommenden Jahr das Feuer nicht organisieren kann.“

Dann will Jordan auf jeden Fall einen zweiten Bierwagen organisieren – „da sind wir am Sonnabend etwas ins Straucheln geraten“, gibt er offen zu. Ab etwa 22 Uhr gab es außerdem für die Besucher keine Bratwürstchen mehr. Auch am Rahmenprogramm müsse noch gefeilt werden. „Musik hat definitiv gefehlt. Aber ich musste die Kosten reduzieren – und hätte ich Musik gespielt, hätte ich an die Gema zahlen müssen.“

Es sind aber auch Kleinigkeiten, die Jordan derzeit beschäftigen. Ein Besucher etwa hat sich beschwert, dass sein Baggi aufgrund des Funkenflugs beschädigt wurde. „Da muss ich jetzt abklären, wie man damit umgeht und mit der Versicherung sprechen.“

Generell sei es bei dem Osterfeuer schwer, alles zu kalkulieren. „Das ist unberechenbar, weil das Wetter bei diesen Veranstaltungen eine große Rolle spielt.“ Der organisatorische Aufwand habe sich allerdings in Grenzen gehalten. Der Realverband hatte sich zum Beispiel um die Anlieferung und Entsorgung des Grünschnitts gekümmert. „Auch die Zusammenarbeit mit dem Ortsrat lief super – wir haben Hand in Hand gearbeitet.“

Während Jordan sehr zufrieden mit dem Standort am Hallenbad war, will Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich das Gelände am Harmannsbruch nicht ganz aus dem Blick verlieren. Der Vorteil am Hallenbad-Festplatz: Der Ausrichter hat Strom und Wasser zur Verfügung und es sind ausreichend Parkplätze vorhanden, fasst er zusammen.

„Noch ist alles offen – rundum war es eine gelungene Veranstaltung“, sagt Friedrich. Er begrüße es zwar, wenn Jordan 2018 weitermacht, hofft aber auch, die Feuerwehr wieder mit ins Boot zu holen.

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