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Ortsrat fordert Ausbesserung der Calenberger Straße

GESTORF. Gerade erst erneuert und schon wieder kaputt: Auch wenn die Tragschicht der Calenberger Straße erst vor zehn Jahren ausgebessert wurde, weist die Fahrbahn schon wieder gravierende Mängel auf. Der Ortsrat Gestorf fordert jetzt eine schnelle Instandsetzung der Landesstraße.

Ein Verkehrsspiegel soll nach dem Wunsch des Gestorfer Ortsrats die Einmündesituation von der Hannoverschen in die Calenberger Straße entschärfen. Foto: Brinkmann-Thies

Autor:

anne brinkmann-thies

Tiefe Risse zeigten sich etwa im Einmündungsbereich Felsenkamp, sagte Ortsbürgermeister Eberhard Brezski (SPD) und forderte: „Die Haltbarkeit muss wieder hergestellt werden.“ Einstimmig sprachen sich die Ortsratsmitglieder dafür aus, dass die Springer Stadtverwaltung beim Land Niedersachsen als Straßenbaulastträger die Instandsetzung der Calenberger Straße einfordern soll. Denn die schadhaften Stellen würden wegen der starken Belastung durch den Schwerlastverkehr und die Witterung nur noch schlechter werden. Auch die Lärmbelästigung der Anwohner steige durch die löchrige Fahrbahn.

Dabei reiche es nicht aus, die Risse mit Kaltasphalt auszugießen, erklärte der stellvertretende Ortsbürgermeister Jürgen Kuschnereit (CDU). Vielmehr müssten die defekten Stellen aufgefräst und dann mit Kleber und Heißbitumen befüllt werden. „An manchen Stellen ist sogar das alte Kopfsteinpflaster schon zu sehen“, machte Kuschnereit die Dringlichkeit der Sanierung deutlich. Und fügte hinzu: „Sonst geht es uns wie Springe, und die Geschwindigkeit muss auf zehn Stundenkilometer reduziert werden.“

Zwar setzt sich der Ortsrat nach wie vor vehement für ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern ein, jedoch wolle niemand diese Beschränkung aufgrund einer defekten Fahrbahn.

Auch für mehr Sicherheit für die Radfahrer wollen die Kommunalpolitiker im Harbergort sorgen: Sowohl entlang der Calenberger als auch der Hannoverschen Straße fordern sie deshalb die Freigabe der Bürgersteige. Diesen Antrag stellte der Ortsrat freilich nicht zum ersten Mal. „Aber steter Tropfen höhlt den Stein“, gibt Ortsbürgermeister Brezski die Hoffnung nicht auf. „Es soll ja gar kein Radweg ausgewiesen werden, wir wollen aber, dass die Radler aus Sicherheitsgründen den Gehweg mit benutzen dürfen“, machte Antje Cordts (SPD) deutlich. Die Fußwege seien breit genug, bekräftigte auch Kuschnereit und forderte ebenfalls: Es muss etwas passieren“.

Und noch eine weitere Gefahrenstelle wollen die Ortsratsmitglieder ausmerzen: Von der Einfahrt der Hannoverschen auf die Calenberger Straße sei die Verkehrssituation je nach Ampelschaltung schwer zu beurteilen. Deshalb habe er über die Stadtverwaltung beim Baulastträger Land Niedersachsen die Installation eines Verkehrsspiegels beantragt. Und sich dann maßlos über die lapidare Antwort geärgert. Ein Spiegel, heißt es da, komme „nicht in Frage“. Schwächere Verkehrsteilnehmer seien schlecht zu erkennen und bei schlechtem Wetter habe der Spiegel „keinen Nutzen“. Das zeuge von keinerlei Orts- und Sachkenntnis, ärgerte sich Brezski. Denn weder Fußgänger noch Radfahrer würden an dieser Stelle queren. Und auch bei schlechten Sichtverhältnissen nutze ein Spiegel sehr wohl. Nun will sich der Ortsbürgermeister selbst an das Wirtschafts- und Verkehrsministerium richten. „Ich werde mich direkt an Minister Althusmann wenden“, kündigte er an.

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