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Oktoberfest-Premiere am Sonnabend in Eldagsen

ELDAGSEN. Kräftige Arme braucht es, um Bier in Maßen auszuschenken. Am Sonnabend, 14. Oktober, ist Oktoberfest in Eldagsen. In den Tagen davor spucken auch die beiden Veranstalter noch in die Hände und packen an. Mitten in den Herbstferien gilt es, die Eldagsener Sporthalle in einen Festraum zu verwandeln.

Mit Trachten im Stroh: Auch beim Fest in Eldagsen ist das Tragen von Landhausmode obligatorisch.
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Katharina Weißling Redakteurin zur Autorenseite

„Gerade verlegen wir schwer entflammbaren Messeteppich“, sagt Tim Schwenger. Anthrazitfarben und sehr robust ist das Material. Und weil Schwenger und sein Kompagnon Magnus Böhnsch überzeugt sind, mit dem Oktoberfest eine echte Lücke im Eldagser Partykalender zu füllen, haben sie den Teppich gleich gekauft, statt ihn zu leihen.

„Die Anmeldungen geben uns recht mit dieser Theorie, wir sind sehr zufrieden, zumal das die Premiere ist“, sagt Schwenger. Etwa 400 Partylustige hätten schon Plätze in der Halle gebucht. An der Abendkasse, an der übrigens die gleichen Preise gelten wie im Online-Verkauf, sollen mindestens 100 weitere Karten über den Tisch gehen. „Uns haben schon viele darauf angesprochen, warum es die Karten nicht auch so zu kaufen gibt, das machen wir beim nächsten Mal anders“, betont Schwenger. Abgesehen davon liegt der meiste Papierkram inzwischen hinter den Quereinsteigern ins Partygeschäft. Der größte Aufwand habe darin bestanden, sich in alle Auflagen einzufuchsen. Auch ein Sicherheitskonzept war zu entwickeln und mit der Stadt abzustimmen.

„Wir freuen uns jetzt einfach auf eine zünftige Feier“, betont Schwenger und macht sich um Stimmung am Sonnabendabend die geringsten Sorgen. Gleich tischeweise war ein Großteil der Plätze im Vorverkauf weggegangen. „Dabei können wir aus den Buchungen erkennen, dass 80 Prozent der Deister-Wiesn Besucher aus Eldagsen kommen.“

Um 18 Uhr beginnt die Veranstaltung. Essen gehört dazu. Um neben Festbier auch bayerische Schmankerl auf die Tische zu bringen, hatten die beiden fast ein Dutzend Caterer besucht. Jetzt steht fest, dass Haxen, Leberkäse und Weißwürste von der Landschlachterei Tolle und Kroll aus Diekholzen kommen.

Nach dem Essen zu bayerischer Musik wird aufgedreht. Dann tritt die Partyband Schlawiner aus Schwaben auf die Bühne. Sieben Männer, verstärkt von einer Frau im Dirndl spielen handgemacht Volkstümliches wie Rockiges. Das haben sie auch in Mallorca schon das ein oder andere Mal gemacht. Auch Schwenger und Böhnsch wollen es nicht bei einem Oktoberfest belassen. „Ich glaube wir machen das nächstes Jahr wieder, unabhängig davon, ob es in Springe dann auch wieder eines gibt oder nicht“, betont Böhnsch am Telefon, um gleich darauf weiterzumachen in der Festhalle in spe.

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