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Obstbauern rechnen mit Einbußen bei Erdbeerernte

GESTORF/HOLTENSEN. Die Temperaturen sind inzwischen frühlingshaft, doch die kalten Nächte der vergangenen Tage und Wochen haben ihre Spuren hinterlassen und Teilen der Obstblüte zugesetzt.

Der Frost ist vorbei: Was jetzt an den Apfelbäumen blüht wie hier vor dem Harberg, ist nicht mehr bedroht. FotoS: Brinkmann-Thies

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Betroffen sei davon jene Charge, die auf den Markt kommt, wenn der erste Ernteschnitt mit den Früchten aus dem sogenannten Tunnelanbau langsam zu Ende geht. Sander schließt nicht aus, dass es dann zu Engpässen bei der Belieferung der Verkaufsstände kommen könnte. Neben dem finanziellen Schaden habe aber auch die bis vor kurzem anhaltende Kälteperiode an den Nerven gezerrt und viel Arbeitsaufwand gefordert. Denn die Erdbeerpflanzen mussten jede Nacht abgedeckt und tagsüber wieder abgedeckt werden, damit sie von den Bienen bestäubt und Sonnenlicht tanken konnten.

Flies seit schwer und bringe besonders bei Wind Last auf die Pflanzen, berichtete Erdbeerbauer Christoph Rokahr aus Holtensen. Doch der Schutz war notwendig, denn noch vor kurzem waren die Nächte frostig. Auch Rokahr hat Schäden zu verzeichnen nach der besonders kalten Aprilnacht. Er schließt in den kommenden drei Wochen einen möglichen Engpass im Ernteangebot nicht aus. Danach werde alles vergessen sein„Doch wir müssen damit klarkommen, auch unter schwierigen Witterungsverhältnissen zu produzieren“, sagte er.

Bei Carsten Sustrate, Inhaber des Obsthofs Gestorf, ist der Schaden der frostigen Nächte eher gering ausgefallen. Die Blütezeit der Apfelbäume etwa habe sich in diesem Jahr sehr lange hingezogen. Bei den frühen Blüten seien zwar bis zu 80 Prozent und bei den mittleren immerhin noch rund die Hälfte witterungsbedingt ausgefallen. Alle aktuell geöffneten Blüten seien aber nicht gefährdet.

Da bei jeder Apfelblüte ohnehin aber die Zahl der Blüten ausgedünnt werden müsse, sei unter dem Strich wohl kein allzu hoher Ausfall zu beklagen, sagte Sustrate. Auch bei den Kirschen gebe es frostbedingte Schäden an den Blüten. Bis zu 40 Prozent hätten hier gelitten. Weniger Blüten könnten aber ein Vorteil für die Qualität der übrigen Früchte bedeuten.

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