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Stadt veröffentlicht erste Trendzahlen für das neue Schuljahr / Weniger Abwanderer ins Umland

Nur jedes 20. Kind soll zur Hauptschule gehen

Springe (zett). Endgültig stehen die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr erst im September fest. Doch die Trends, die die Stadt Springe jetzt veröffentlicht hat, lassen teils überraschende Tendenzen erkennen. Zwar verliert die Hauptschule in der Gunst der Eltern weiter an Boden – doch auch die Zahl derer, die ihre Kinder außerhalb Springes beschulen wollen, ist offenbar gesunken. Bei den Grundschulen bleibt es vor allem für Altenhagen I hart.


Nur noch zwölf Neuanmeldungen sagt die Stadt Springe für die Gerhart-Hauptmann-Schule voraus. Die Hauptschule profitiert zwar Jahr für Jahr von Nachmeldungen und Wechslern. Doch schon 2009 machte der Unterschied zwischen der Juni-Prognose der Stadt und den tatsächlichen Zahlen aus dem September kaum einen Unterschied – vor einem Jahr wurden aus 15 vorausgesagten im Endeffekt 18 angemeldete Schüler. Umgerechnet wollen aktuell nur noch 4,5 Prozent der Springer Eltern ihre Kinder auf eine Hauptschule schicken.

An der Heinrich-Göbel-Realschule ist zwar die Zahl der prognostizierten Neuanmeldungen von 90 auf 83 gesunken. Weil aber auch die gesamte Schülerzahl weiter abgenommen hat (von 292 auf 266), konnte die HGR ihren Anteil an allen Anmeldungen sogar leicht steigern.

Unter diesem Gesichtspunkt ist das Otto-Hahn-Gymnasium sogar klarer Gewinner der aktuellen Runde: 43,6 Prozent der Kinder sollen nach dem Wunsch ihrer Eltern im kommenden Schuljahr ans OHG wechseln – ein Zugewinn von fast fünf Prozentpunkten.

Interessant ist bei Haupt- und Realschule die eklatante Abweichung der Grundschul-Empfehlungen vom Elternwillen. Die Lehrer hätten nämlich statt 95 gerne 151 Schüler zur Haupt- und Realschule geschickt. Die übrigen Kinder – sie gehen fast ausschließlich ins Umland, an Gesamt- und Waldorfschulen. 55 neue Abwanderer sollen es in diesem Jahr sein – und damit 5 Prozent weniger als im Vorjahr, als es noch ein Viertel der gezählten Schüler nach außerhalb zog. Für die Stadt ist dieser Wert auch wichtig, weil er die Höhe der Gastschülerbeiträge in die Region bestimmt.

Bei den Grundschulen ist Altenhagen I klar der große Verlierer: Nur noch sechs Neuanmeldungen sagt die Stadt hier voraus; ein Einbruch von knapp 50 Prozent. Großer Gewinner wäre demnach die Grundschule Hinter der Burg; sie kann mit 60 Neuanmeldungen 16 mehr als im Vorjahr verzeichnen. Auch Eldagsen legt zu; der Rest der Grundschulen bleibt stabil.

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