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Notunterkunft startet im Januar

Springe. Nach der Vertragsunterzeichnung wollen Land und DRK die Flüchtlings-Notunterkunft im früheren Krankenhaus möglichst bald in Betrieb nehmen. Dieses Jahr wird allerdings nichts mehr draus.

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VON CHRISTIAN ZETT

Anfang Januar soll nach Angaben des Innenministeriums eine weitere Begehung des Gebäudes mit der Abteilung Staatliches Baumanagement stattfinden. Dort wolle man feststellen, ob noch Mängel vorhanden sind beziehungsweise wie die Nutzung der Räumlichkeiten erfolgen kann“, sagte eine Sprecherin gegenüber der Neuen Deister-Zeitung. Die ersten der zunächst rund 300 Flüchtlinge sollen dann im Laufe des Januars einziehen.

Das Innenministerium bestätigte gestern auch offiziell, was schon seit Wochen bekannt ist: Betreiber der Unterkunft, die die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes entlasten soll, ist der Regionsverband Hannover des Deutschen Roten Kreuzes.

Dort war man gestern noch nicht in Kontakt mit dem Land – fühlt sich aber grundsätzlich gut auf die Aufgabe vorbereitet: Denn das DRK betreibt bereits mehrere ähnliche Einrichtungen in der Region, unter anderem im früheren Oststadtkrankenhaus in Hannover (gehört ebenfalls zum Regionsklinikum). „Für Springe haben wir bisher noch keine Zeitschiene“, sagt eine DRK-Sprecherin. Fest steht aber bereits: Es soll ein festes Sozialarbeiter-Team im Haus geben, das Ansprechpartner sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Springer Bevölkerung sein soll. Die Angestellten helfen den Bewohnern bei Behördengängen, betreuen sie im Alltag. Wie viele Mitarbeiter das DRK im Springer Krankenhaus-Gebäude beschäftigt, hänge auch von der genauen Zahl der Flüchtlinge ab. Im Gegensatz zu anderen Standorten kümmert sich das Rote Kreuz in Springe nicht um die medizinische Betreuung. Hier hat das Land offenbar eine Absprache mit dem Regionsklinikum getroffen: Es soll die Versorgung selbst übernehmen – über die Notfallambulanz beziehungsweise über den Standort Gehrden.

Das DRK stehe im Zweifelsfall schnell bereit, betont die Sprecherin: „Theoretisch können wir schon mit wenigen Tagen Vorlaufzeit loslegen. Vor Weihnachten passiert aber nichts mehr.“

Im Januar soll die Flüchtlingsunterkunft im Krankenhaus an den Start gehen.Mischer

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