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Neuer Blog bündelt ehrenamtliche Hilfe

Springe. Wer sich im Internet über die verschiedenen Hilfsprojekte und die ehrenamtliche Arbeit in Springe informieren wollte, hatte es bei seiner Recherche bislang ziemlich schwer. Jetzt gibt es eine neue Plattform.


Springe. Wer sich im Internet über die verschiedenen Hilfsprojekte und die ehrenamtliche Arbeit in Springe informieren wollte, hatte es bei seiner Recherche bislang ziemlich schwer. Denn weder auf der offiziellen Seite der Stadt, noch auf einer anderen Springer Homepage wurden die zahlreichen Angebote gebündelt dargeboten.

Auch Eva Maus und ihr Mann Dennis Allerkamp haben diese Erfahrung machen müssen, als sie sich erkundigen wollten, wo und wie sie sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren können. Und da sie nicht fündig wurden, kamen sie auf die Idee, genau dort anzusetzen und beschlossen, eine Plattform zu schaffen, die nicht nur einen Überblick über alle ehrenamtlichen Projekte der Deisterstadt gibt, sondern auch Hilfesuchende und Hilfeanbietende zusammenführt. Unterstützung bekamen sie dabei von der Flüchtlingsbeauftragten der Stadt, Ursula Trommer-Kassir, Hans Dangers und dem Kinderschutzbund.

„Ich träume schon seit einem Jahr von so einer Seite“, sagt Britta Lehnhardt vom Kinderschutzbund. „Jetzt wurde mein Wunsch endlich erhört.“ Besonders seit sich die Flüchtlingssituation zugespitzt habe, bekomme sie fast täglich Anrufe von Menschen, die Sachspenden abzugeben haben, aber nicht wissen an wen sie sich wenden sollen.

Genau das kennt auch Trommer-Kassir. „Ich habe mich immer richtig schlecht gefühlt, wenn ich Leuten nicht wirklich eine Antwort geben konnte, wenn sie gefragt haben, wo sie sich engagieren oder Spenden abgeben können“, sagt sie. Deshalb war sie sofort begeistert von der Idee von Maus und unterstützte das Projekt.

Ebenfalls mit ins Boot geholt hat Maus Hans Dangers. Der Springer betreut seit 2014 eine Flüchtlingsfamilie und erzählt auf der Internetseite im Blog-Format von seinen Erfahrungen. „Gerade durch diese persönlichen Berichte entsteht eine Transparenz. So können Ängste und Vorurteile abgebaut werden“, ist sich Trommer-Kassir sicher.

Wichtig ist der Gruppe jedoch zu betonen, dass dieses Online-Portal nicht nur für die Flüchtlingsarbeit gedacht ist. „Es ist eine Plattform für bürgerliches Engagement“, stellt Maus klar. Sicherlich überwiege im Moment die Flüchtlingsarbeit, aber auch alle anderen ehrenamtlichen Organisationen kommen auf der Seite zu Wort.

Ganz konkret funktioniert die Seite so, dass Menschen, die etwas anbieten möchten – sei es ein Tisch, ein Bett oder Deutschunterricht – diese Angebote an die Kontaktadresse auf der Internetseite schicken. So schnell wie möglich wird dieses Angebot dann auf der Seite veröffentlicht. Ebenso funktioniert es mit Gesuchen. Die Seite sei so etwas wie eine Schaltzentrale. „Auf diese Weise können wir die Menschen schnell zusammenbringen“, sagt Maus. Die Kontaktdaten werden dabei natürlich streng vertraulich behandelt und nur an die jeweiligen Personen weitergegeben.

Und Maus hat schon weitere Pläne: „Wir möchten die Internetseite gerne mehrsprachig anbieten, sodass zum Beispiel auch Flüchtlinge selbst darauf zugreifen können.“ Wer sich vorstellen kann, die Texte etwa auf Englisch oder Arabisch zu übersetzen, kann sich ebenfalls über die Kontaktadresse auf www.springe.info melden. Auf der offiziellen Homepage der Stadt sowie der Seite des Kinderschutzbundes soll es bald Links zum Blog geben.

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