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IGS-Infoveranstaltung der Stadt wird zur heißen Debatte / Befürworter und Gegner treffen aufeinander

Neue Konzepte prallen auf Zukunftsängste

Springe. Was als sachliche Infoveranstaltung gedacht war, entwickelte sich im Laufe des gestrigen Abends mehr und mehr zu einer ideologischen und emotional geführten Debatte: In der nahezu voll besetzten Aula des Schulzentrums Süd diskutierten annähernd 300 Eltern, Lehrer und Interessierte über die Integrierte Gesamtschule – ein Thema, das Springe bewegt.

Vor allem Eltern, Lehrer und Politiker verfolgen die Diskussion gebannt – nicht alle Fragen können beantwortet werden. Fot

Autor:

Markus Richter

Für Eltern gab es die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Das Problem dabei: Sie konnte nicht alle zufriedenstellend beantwortet werden – vor Ort stecken die Erfahrungen noch in den Kinderschuhen. Als Experten hatte die Stadt in ihrer Funktion des Gastgebers und Schulträgers daher mit Wilfried Kretschmer einen Experten aus der Praxis herangeholt, der seine Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim vorstellte. „Ich kenne die Angst vieler Eltern, dass leistungsstarke Kinder auf einer Gesamtschule am Lernen gehemmt werden – auch diese Bedenken versuche ich Ihnen zu nehmen“, sagte der Rektor und überzeugte viele Anwesende mit seinem Konzept einer starken Gemeinschaft, mit Lerngruppen und weniger numerischen Benotungen.

Sorgen machen sich in Springe aber Erziehungsberechtigte lernschwächerer Schüler. Immer wieder wurde die Befürchtung deutlich, nach der nicht alle Kinder auf bisherigem Hauptschullernniveau in Springes möglicher IGS einen Platz finden könnten – wenn wie in Hildesheim – nur begrenzt Platz da wäre. Schließlich hatte Kretschmer zuvor erläutert, dass seine sechszügige Einrichtung 180 Plätze pro Jahrganz vergeben könnte, die Anmeldezahlen aber doppelt so hoch lägen und dann ausgelost werde, wer überhaupt auf die Gesamtschule darf.

Wenig beruhigend klang da die Nachricht der Fachbereichleiterin Dagmar Wiese-Cordes, die sagte, dass Fahrtzeiten zu Schulen außerhalb Springes von bis zu einer Stunde pro Tour zumutbar seien. In Springe sollen schließlich Haupt- und Realschule auslaufen.

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