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Neubaugebiet für die Kernstadt in Sicht

SPRINGE. Bei der Suche nach einem Neubaugebiet für die Kernstadt scheint die Stadtverwaltung kurz vor dem Durchbruch zu stehen: „Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir das öffentlich diskutieren können“, deutet Bürgermeister Christian Springfeld an.

Stein für Stein zum Eigenheim: Die Nachfrage nach Bauplätzen ist vor allem in der Kernstadt „gigantisch“. Der zweite Bauabschnitt des Neubaugebiets Großer Graben ist in nur eineinhalb Jahren vollgelaufen. FOTO: SCHEFFLER
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Es gehe nicht um eine Lückenbebauung sondern eine größere, zusammenhängende Fläche. Konkreter wird Springfeld nicht, denn: „Erst müssen wir uns die politische Rückendeckung holen.“

Die derzeitige Nachfrage nach Bauplätzen beschreibt der Verwaltungschef als „gigantisch“. Ein Beispiel: Für den bisherigen Spielplatz In der Worth, auf dem Einfamilienhäuser entstehen sollen, gibt es einen Pool von Interessenten. Das stellt die Stadt vor ein ungekanntes Problem: Bekommen den Zuschlag die Ersten? Die, die das höchste Gebot abgeben? Entscheidet gar das Los? „Plötzlich machen wir uns über Vergabekriterien Gedanken“, so Springfeld.

Der Druck ist vor allem in der Kernstadt groß. Im Großen Graben wurden zwischen Hamelner Straße und B 217 rund 100 Grundstücke verkauft. Das Gelände ist damit vollgelaufen, eine Erweiterung nicht möglich. Alternative Bauflächen sind rar gesät. Eine davon ist das private Areal „Unter den Tannen“ am Ebersberg, auf dem schon seit Jahren mehrere Häuser entstehen sollen.

Deutlich besser sieht es in den Ortsteilen aus. Der erste Spatenstich für das Neubaugebiet Bosselweg in Völksen ist für Mitte Mai vorgesehen. Die Erweiterung der Klosterstraße in Eldagsen wird aktuell vorbereitet – läuft alles glatt, graben die Bagger ab Sommer auch im westlichen Teil der Siedlung. In Gestorf könnte „Voges Garten“ umgesetzt werden.

Und auch in Bennigsen soll bald Erde bewegt werden. Eine konkrete Möglichkeit ist die Erschließung des Feldes am Buchenweg (wir berichteten). Damit hatte sich gerade die Politik befasst. Ein deutlich größerer Wurf könnte mit der Schille gelingen: Stadtbürgermeister Christian Springfeld geht davon aus, dass das seit Jahrzehnten diskutierte Baugebiet in zwei Jahren endlich verwirklicht wird. Die Verwaltung hat mit der HRG einen Erschließungsträger gefunden, der in der Kernstadt auch den Großen Graben gestemmt hat. Springfeld: „Wir führen bereits Detailgespräche.“ Wegen Problemen mit dem Schallschutz – die Bahn fährt an der Schille vorbei – läuft es nur auf eine Bebauung des westlichen Geländes hinaus.

Springfeld ist wichtig, dass zumindest in den größeren Neubaugebieten nicht nur gut situierte Paare ein Zuhause finden. In der Deisterstadt werde Wohnraum „für jeden Geldbeutel“ benötigt, sagt er. Bei der Schille etwa sitze deshalb die Kreissiedlungsgesellschaft mit im Boot. Die KSG Hannover – zu den Gesellschaftern gehören die Region und die Umlandstädte – ist auf die Vermietung von preiswertem Wohnraum spezialisiert. Region und Teile der Politik hatten immer wieder auf den Bau von Sozialwohnungen gedrängt. Denn auch die seien mittlerweile nur schwer zu finden.

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