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NDZ-Interview: Wie fahrradfreundlich ist Springe?

SPRINGE.Fahrradfahren in Springe macht Spaß, ist aber irgendwie auch stressig. Das ist zumindest das Ergebnis des ADFC-Fahrradklima-Tests, an dem 65 Springer teilgenommen haben. Die NDZ hat mit Katrin Härtel über die Auswertung gesprochen. Sie ist Klimaschutzmanagerin der Stadt und selber begeisterte Radfahrerin.

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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

Fahrradfahren in Springe macht Spaß, ist aber irgendwie auch stressig. Das ist zumindest das Ergebnis des ADFC-Fahrradklima-Tests, an dem 65 Springer teilgenommen haben (wir berichteten). NDZ- Redakteurin Sandra Hermes hat mit Katrin Härtel über die Auswertung gesprochen. Sie ist Klimaschutzmanagerin der Stadt Springe und selber begeisterte Radfahrerin.

Bundesweit belegt Springe bei den Städten unter 50 000 Einwohnern den 203. von 364 Plätzen. Wie zufrieden sind Sie mit der Platzierung, Frau Härtel?

Im Vergleich zu 2014 haben sich diese Werte fast gar nicht verändert. Kann man damit zufrieden sein? Nein.

Wird die Stadt Springe in puncto Leihfahrräder irgendwann aufrüsten?
Es ist momentan tatsächlich etwas in Planung. Wir arbeiten auch mit dem ADFC zusammen, allerdings ist noch nichts spruchreif.

Teilnehmer der Umfrage kritisierten den fehlenden Winterdienst auf Radwegen. Werden die Wege tatsächlich nicht geräumt?
In Springe fahren die Radfahrer fast ausschließlich auf der Straße und die werden bei Glatteis selbstverständlich geräumt, die Bürgerteige hingegen nicht.

Viele Teilnehmer gaben an, dass sie das Radfahren in Springe als Stress empfinden. Wie bewerten Sie diese Aussage?
Ich persönlich fahre unheimlich gerne in Springe mit dem Fahrrad. Ich komme schnell von A nach B und bin nicht auf das Auto angewiesen. Mich interessiert allerdings, was genau den Menschen Stress bereitet. Wer Anregungen, Kritik oder Wünsche hat, kann sich jederzeit gerne bei mir melden.

Das Radwegekonzept steht nach wie vor in der Kritik. Was passiert in Zukunft?
Leider gar nichts. Die Stadt hätte gerne noch mehr gemacht, zum Beispiel hätten wir gerne noch weitere Radfahrschutzstreifen angebracht oder die Führung von Radfahrern angepasst. Besonders die Kreuzung Völksener Straße/Ecke Bahnhofstraße bereitet mir noch Sorgen. Aber das ist nicht die einzige. Allerdings sind derartige Arbeiten vom letzten Ortsrat Springe nicht gewünscht.

Wo sehen Sie Springe auf einem guten Weg und in welchen Bereichen gibt es noch dringend Nachholbedarf?
Mich freut, dass die Bürger bei uns am Deister immer öfters Fahrrad fahren und das Auto stehen lassen. Das beweist auch die Aktion „Stadtradeln“, bei der aktuell immer mehr Anmeldungen eintrudeln. Nachholbedarf gibt es eindeutig in der Verkehrsführung von Radfahrern. Da könnten und müssten wir noch mehr machen – dürfen es aber nicht.

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