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Moderate Erhöhung der Unterrichtsgebühren soll das wirtschaftliche Überleben sichern

Musikschule: Vorstand drängt auf mehr Macht

Springe (mf). Mit einer Satzungsänderung will sich der Vorstand der Musikschule Springe weitreichendere Kompetenzen einräumen lassen. So will die Führungsriege künftig im Alleingang über die Höhe der Unterrichtsgebühren entscheiden. Und die sollen kurzfristig angehoben werden, um den klammen Verein zu retten.

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Bislang muss die Mitgliederversammlung entsprechende Vorschläge noch absegnen. Dieser Passus ist in einer Neufassung der Satzung, über die in der Hauptversammlung am Donnerstag dieser Woche entschieden werden soll, gestrichen worden.

Der Vorstand um Vorsitzende Saskia Brendler und ihren Stellvertreter Stefan Raspini drängt denn auch auf eine rasche Gebührenerhöhung. Vor eineinhalb Jahren war ein entsprechendes Ansinnen von der Mitgliederversammlung noch abgelehnt worden. „Nun ist das Ende der Fahnenstange erreicht“, mahnt Raspini, „wenn wir überleben wollen, müssen wir moderat und gerecht auf die Angebote verteilt erhöhen.“ Der Verein mit seinem Jahresumsatz von knapp 200 000 Euro verzeichne inzwischen höhere Kosten als Einnahmen.

Weil Gefahr im Verzug sei, drängt der Vorstand auf mehr Macht – nicht nur beim Thema Gebühren. Auch für Satzungsänderungen soll künftig nicht mehr die Zustimmung der Mitglieder erforderlich sein. Der Vorstand will jederzeit selbst über Änderungen beschließen können. Es gehe darum, flexibler und schneller reagieren zu können, macht Raspini deutlich. Häufig sei die Zeitspanne bis zur nächsten Hauptversammlung, an der erfahrungsgemäß ohnehin nur wenige der rund 350 Mitglieder teilnähmen, zu lang.

Bei der geplanten Neuregelung der Statuten habe sich der Verein stark an der Musikschule Bad Münder orientiert. Ersatzlos gestrichen werden soll übrigens auch der Beirat. Ein solches Gremium war nach Worten Raspinis bislang nur auf dem Papier existent.

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