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Ortsratsmitglieder setzen Erinnerungsstätten auf Kirchengelände instand

Mit Muskelkraft Denkmale saniert

Holtensen (gö). Wir werden von der Stadt sträflich im Stich gelassen. Nur weil unsere Denkmale auf Kirchengelände stehen, erhalten wir keine Zuschüsse für die Unterhaltung, die in Eigenverantwortung des Ortsrates liegt.“

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Ortsbürgermeister Heinrich Freimann nahm kein Blatt vor den Mund, als er im Beisein von weiteren zehn Mitstreitern am Wochenende vor der Kirche tätig wurde. Dort hatten sich die Ortsratsmitglieder sowohl des Kriegerdenkmals für die Opfer des ersten Weltkrieges als auch des Denkmals zur Erinnerung an das 25-jährige Regierungsjubiläum von Kaiser Wilhelm II. am 15. Juni 1913 angenommen.

Die bisherige Umrandung mit großer Eisenkette wurde dem Erdboden gleich gemacht. Freimann hatte schweres Gerät eingesetzt, um die Steinpfosten platt zu machen, ehe dann per Hand die zertrümmerten Reste auf den Tieflader zum Abtransport verladen wurden.

Außerdem trugen die Helfer die Deckplatten der Mauer zu beiden Denkmalen hin ab. Sie wird genauso erneuert wie das Areal um das Ehrenmal der Befreiungskriege und des Kaiser-Jubiläums.

Insgesamt schon 1300 Euro musste der Ortsrat für das Nachziehen der Schriften mit den Namen der Gefallenen an beiden Ehrenmalen aufwenden.

„Mit den geringen Ortsratsmitteln lässt sich diese Maßnahme überhaupt nicht finanzieren“, stellte Freimann fest und hofft in diesem Zusammenhang auf Spenden.

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