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Beide SPD-Bürgermeisterbewerber steigen (noch) nicht aus / „Das Votum der Partei abwarten“

Meine und Bähre geben sich gelassen

Springe (jemi). Die Nachricht, dass die SPD-Führung noch einen dritten Bewerber für das Bürgermeisteramt gefunden hat, dürfte die beiden bisherigen Anwärter Heinz Bähre und Detlef Meine nicht gerade erfreut haben. Zumal gesichert scheint, dass der neue Personalvorschlag am kommenden Dienstag den Segen des Ortsvereinsvorstands – und zwar in Form einer offiziellen Wahlempfehlung – erhalten wird (NDZ berichtete).


Trotz dieser für ihn völlig neuen Situation gibt sich Detlef Meine betont gelassen: „Ich habe kein Problem damit. Das macht die ganze Sache doch nur spannender.“

Am Sonntag habe er von Parteichef Eberhard Brezski erfahren, dass es einen weiteren Kandidaten gebe. Mehr nicht, auch keinen Namen. Meine machte gestern aber deutlich, dass er seine Bewerbung zum augenblicklichen Zeitpunkt auf keinen Fall zurückziehen wolle. Er sei schon lange im politischen Geschäft und wisse genau, „wie die Dinge laufen“.

Wie es dann mit ihm und der Partei nach der außerordentlichen Vorstandssitzung weiter geht, ließ er offen. Er werde sich erst Gedanken machen, wenn der Vorstand ihn über das Ergebnis informiert habe. „Ich kann nicht einschätzen, wie die Basis in Springe tickt.“ Somit könne er auch nicht sagen, wie die Gespräche des Vorstands verlaufen werden. Meine betonte in diesem Zusammenhang: „Es ist noch nichts entschieden.“

Sein Kontrahent Heinz Bähre hatte nach NDZ-Informationen bereits in einer Abteilungsversammlung am vergangenen Donnerstag in Bennigsen von der hinzugekommenen Kandidatur erfahren – offenbar eher zufällig. Was kaum überraschen dürfte: Beobachtern zufolge hat er die Nachricht dort mit spürbarer Verärgerung aufgenommen.

Im Gespräch mit der NDZ gab sich Bähre allerdings wie Meine betont selbstbewusst: „Ich sehe die Situation sportlich.“ Letztendlich müssten die SPD-Mitglieder entscheiden. „Die Kandidatur ist bis dahin ein offenes Rennen.“ Er sehe deshalb auch keinen Grund, schon jetzt aufzustecken, sondern wolle das Votum der Basis abwarten.

Unterdessen zeigten sich mehrere Parteimitglieder der Sozialdemokraten erleichtert über die jüngste Entwicklung. Ratsherr Dieter Figuth etwa erklärte: „Ich freue mich, dass der Wunsch nach einer Personalalternative berücksichtigt wurde.“ Nun sei er gespannt auf die entscheidende Sitzung Anfang der kommenden Woche.

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