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CDU-Ortsverband: Kritik an Verwaltungschef und SPD in Sachen Haushalt / „Populistischer Anstrich“

Maulkorb für Hische-Sympathisanten gefordert

Springe (mari). Eine Gruppe CDU-Mitglieder wirft Ex-Parteimitglied Bürgermeister Jörg-Roger Hische „parteischädigendes Verhalten“ vor. Der Bennigser hätte deshalb schon vor Monaten aus der Union ausgeschlossen werden müssen, forderten sie bei der Hauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Springe.

Ehrung für Heinz-Peter Deppe (Mitte): Hier freut er sich mit den

Unter dem Beifall mehrerer älterer Christdemokraten ließ die frühere Ratsfrau Magdalene Augath die Bürgermeisterkandidatur der vergangenen Monate Revue passieren. Hische hatte im Februar angekündigt, nur noch als parteiloser Verwaltungschef anzutreten. Die Union hätte gut daran getan, ihn aus den eigenen Reihen auszuschließen, bevor Friedrich „Frido“ Woltmann zum CDU-Bürgermeisterkandidaten gekürt wurde, glaubt die Christdemokratin.

Die Gruppe um Augath wurmt auch, dass sich prominente Unionspolitiker wie Bennigsens Ortsbürgermeister Hartmut Rieck hinter Hische stellen und für seine Wahl werben. „Das darf nicht sein“, so Augath in die zustimmend nickende Runde. Den Hische-Sympathisanten gehöre ein Maulkorb verpasst. Anderenfalls werde das bürgerliche Lager gespalten – und die SPD gehe als lachende Dritte aus der Bürgermeisterwahl hervor.

Kritik in Richtung Hische gab es auch in den Reden von Ortsverbandschef Torsten Luhm und Bürgermeisterkandidat Frido Woltmann. Es sei ganz klar Aufgabe der Verwaltung – und damit auch des Verwaltungschefs – Konzepte zur Haushaltskonsolidierung zu entwickeln. Niemand könne von Hobbypolitikern verlangen, dass ihnen innerhalb weniger Wochen die Quadratur des Kreises gelinge.

„Wir müssen mittelfristig wieder zu einem ausgeglichenen Haushalt kommen“, betonte Woltmann. An der CDU-Forderung, im Etat 2011 zehn Prozent der Ausgaben zusammenzustreichen, führe kein Weg vorbei. Denn: „Wenn in meinem Portemonnaie nichts mehr drin ist, dann kann ich auch nichts mehr ausgeben.“ Der SPD-Vorschlag, wegen der niedrigen Zinsen mehrere Millionen Euro in die Sanierung von Schulen, Straßen und Sporthallen zu investieren, sei „haarsträubend“ und trage „einen populistischen Anstrich“.

Da sei die CDU sehr viel ehrlicher, so Luhm. „Ich bin davon überzeugt, dass uns die Bürger den Willen zum Sparen abnehmen, auch wenn es erst mal nicht populär ist und wehtut.“ Schließlich gehe es auch um Generationengerechtigkeit.

Dem Ortsverband gehören 81 Mitglieder an. Bei der Hauptversammlung ehrte Luhm Heinz-Peter Deppe für 25 Jahre Mitgliedschaft. Ausgezeichnet wurde bereits im Vorfeld Heinrich Rinklake (40 Jahre). Die Ehrungen von Rolf Siering (30 Jahre) und Dr. Hans-Joachim Voltmer (25 Jahre) werden nachgeholt.

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