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Maler Felix Stelter fliegt zu den Europameisterschaften

BENNIGSEN. Felix Stelter fliegt im September mit dem deutschen Maler-Nationalteam zur Europameisterschaft nach Budapest. Der 19-Jährige hat sich jetzt beim Auswahlwettbewerb der Nationalmannschaft der Maler und Lackierer den zweiten Platz für diese sogenannten Euro-Skills gesichert.

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Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Das fünfköpfige Team wird dann der Gewinnerin des nationalen Entscheids – Antje Hartz aus Rheinland-Pfalz – ganz fest die Daumen drücken.

Die Euros-Skills sind der Leistungswettbewerb des Handwerks auf europäischer Basis. Dort werden nicht nur die besten Maler Europas gegeneinander antreten. Auch andere Gewerke messen sich bei dieser Europameisterschaft.

Für sein Metier kann der 19-jährige Bennigser schon jetzt sagen: „Die fachliche Herausforderung ist enorm, und das Arbeitspensum ist eigentlich gar nicht zu schaffen“. Der Auswahlwettbewerb innerhalb des Maler-National-Teams fand in Hamburg statt und wurde vom Bundesverband „Farbe Gestaltung Bautenschutz“ veranstaltet. Auch hier waren die Anforderungen hoch.

In 11 Stunden mussten die jungen Maler eine Profiltür lackieren, eine Wandfläche mit einer Designarbeit gestalten und eine Tapete mit schwierigem Muster und Rapport aufbringen. „Das Muster musste um die Ecke tapeziert werden, simuliert wurde zudem noch ein Treppenansatz, und die Zeit verflog schnell“, berichtete Felix Stelter.

Eine weitere Aufgabe bestand darin, einen vorgegebene Hintergrundfarbton der Designarbeit eigenhändig anzumischen – ohne Angabe des Mischungsverhältnisses. „In diesem Bereich habe ich gewonnen“, erzählt der 19-Jährige.

Er habe schon ein gutes Farbgefühl, weiß Stelter um die eigenen Fähigkeiten. Schließlich stammt er aus einer Malerfamilie, sein Vater hat einen eigenen Betrieb. „Und ich hatte schon im Sandkasten einen Pinsel in der Hand“, erinnert sich Stelter.

Derzeit besucht der junge Bennigser die Meisterschule in Hildesheim. Und absolviert zeitweise im Vergleich zu seinen Mitschüler ein doppeltes Arbeitspensum. Denn was er durch die Wettbewerbe im National-Team in der Meisterschule verpasst, muss er nachholen. Am 10. Oktober steht der Abschluss bevor. Dann ist Stelter 20 Jahre alt. Danach will er direkt arbeiten – und durchstarten. „Ich setze mir selbst eigentlich immer hohe Ziele“, sagte der junge Mann über sich selbst. Über verpasste Chancen würde er sich sonst ärgern.

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