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Flyer verteilt / Klagen über Aufkleber und Graffiti / Polizei und Ortsbürgermeisterin: keine Aktivitäten bekannt

Linksjugend kämpft in Völksen gegen Rechtsextreme

Völksen (zett). Die Linksjugend Springe, Jugendorganisation der Partei „Die Linke“, schlägt Alarm: Sie warnt vor Neonazi-Aktivitäten in Völksen und verweist auf entsprechende „Aufkleber, Graffiti und sich eindeutig rechtsextrem kleidende Bürger“.

Diese Flyer verteilte die Linksjugend in Völksen. Foto: pr.

Um auch die Völksener über diese Missstände zu informieren, hat die Linksjugend jetzt nach eigenen Angaben mehr als 100 Flyer in den Briefkästen des Ortes verteilt. Titel: „Nazis in der Nachbarschaft“. Darin heißt es unter anderem „Neonazis im eigenen Dorf – das können sich die meisten Bürger aus Völksen nicht vorstellen.“ Dennoch stelle man seit Jahren Aufkleber und Sprühereien fest – etwa von der NPD.

Diese Aufkleber, im Ton meist kapitalismuskritisch, seien jedoch eindeutig rechtsextremen Gruppierungen zuzuordnen. Nach eigenen Angaben hatte die Linksjugend viele der Aufkleber und Graffitis in Völksen entfernt. Die Gruppe berichtet auch von einer Südstaatenfahne mit Ku-Klux-Klan-Symbolen, die im vergangenen Jahr im Ort gehangen und Rassismus symbolisiert habe.

Bei der für Rechtsextreme zuständigen Abteilung der Polizeidirektion Hannover ist laut einer Sprecherin im Bereich Völksen in letzter Zeit keine Neonazi-Aktivität festgestellt worden.

Frau aus der rechten Szene ist umgezogen

Auch Völksens Ortsbürgermeisterin Sigrid Hachmeister ist momentan nichts bekannt. Es habe vor zwei Jahren vermehrt rechte Aufkleber am Bahnhof oder der Bushaltestelle in der Ortsmitte gegeben, sagt sie. Eine Frau aus der Szene sei inzwischen aus Völksen weggezogen: „Die hat immer einige Rechte angelockt“, so Hachmeister.

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