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Leichtathleten treten aus Sportring aus

Springe. Der Streit um die auf Eis gelegte Sportstättengebühr lässt die Vereine auch zwischen den Jahren nicht zur Ruhe kommen: Der LAV Springe tritt zum 31. Dezember aus dem Sportring aus. Und kritisiert dessen Vorgehen in der Sache als „äußert stümperhaft“.

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VON CHRISTIAN ZETT

Springe. Der Streit um die auf Eis gelegte Sportstättengebühr lässt die Vereine auch zwischen den Jahren nicht zur Ruhe kommen: Der LAV Springe tritt zum 31. Dezember aus dem Sportring aus. Und kritisiert dessen Vorgehen in der Sache als „äußert stümperhaft“. Nach dem TTC verabschiedet sich damit der zweite Club aus dem Zusammenschluss.

Konkreter Auslöser sind nach Angaben des LAV-Vorsitzenden Carsten Sandin die Vorgänge rund um die Sportstättengebühr. Wie berichtet, hatte der Sportring den Plänen der Stadt zugestimmt, die die vom Gericht gekippte Gebühr in eine Art Mietmodell umwanden wollte. Das hatte bei einigen Vereinen für Kritik gesorgt – allen voran bislang beim TTC, der das Urteil durch seine Klage überhaupt ermöglich hatte.

Doch für Sandin gibt es beim Sportring grundsätzlichere Probleme: Als langjähriges Mitglied habe der LAV „immer häufiger“ gemerkt, dass seine Interessen nicht ausreichend vertreten würden. Nach der Erkrankung des langjährigen Sportring-Chefs Wilfried Baxmann sei es nicht gelungen, den Zusammenschluss „so modern für die Vereine aufzustellen, dass wichtige Themen, die über die Fußballstadtmeisterschaft hinaus gehen, sachlich und zielorientiert gelöst werden konnten“.

Die Sportstättengebühr sei trotzdem „das zentrale Thema“ gewesen, so Sandin, der klare Worte wählt: „Hier hat sich der Sportring äußerst stümperhaft aus der Affäre gezogen und wohl eher den kurzen Dienstweg gewählt.“ Die Probleme einzelner Vereine in den Ortschaften lassen sich aus LAV-Sicht kaum zentral regeln; es müsse stattdessen „individuelle Lösungen“ geben.

Der LAV will sich stattdessen weiter in einer neu gegründeten Interessengemeinschaft mit TTC, TGV, FC und Handballfreunden engagieren. Der Austritt, folgert Sandin, sei „eine reine Vernunftentscheidung“. Er ist überzeugt, „dass wir nicht der letzte Verein sind, der dieses Gremium verlässt“. Dem Sportring, den man „ohne Groll, mit einem leichten Kopfschütteln“ verlasse, wünsche der Verein, nun aus „der Talsohle“ zu kommen.

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