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Unbekannte zerstören Hochsitze

Lebensgefahr: „Da hat jemand gezielt gehandelt“

Völksen/Springe (zett). Der Schaden ist relativ gering, der Vorwurf „Sachbeschädigung“ wirkt lapidar. Doch was unbekannte Täter in der vergangenen Woche an zwei Hochsitzen bei Völksen anrichteten, hätte lebensgefährlich werden können. Die Springer Polizei ermittelt.

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Sie stehen weit draußen zwischen Feld und Wald, die beiden Holzbauten. Erreichbar nur vom Parkplatz an der Bundesstraße 217 zwischen Völksen und Springe aus. Hier kommt kaum jemand zufällig vorbei. Jürgen Thiedau von der Polizei ist sich deshalb sicher: „Da hat jemand gezielt gehandelt.“ Dieser Jemand, nach dem Thiedau und seine Kollegen jetzt fahnden, hat irgendwann zwischen Mittwoch, 20., und Sonntag, 24. Januar, gewütet. Den einen Hochsitz warfen der oder die Täter laut Polizei zunächst um, zertraten dann die Leiter. Beim zweiten Sitz gingen sie offenbar perfider vor. Mit einer Axt oder einem kleineren Beil zerhackte der Unbekannte einen der vier Hauptpfeiler, zusätzlich brachen die Täter eine Querstrebe aus dem Holzbau. Aus Sicht von Thiedau eine äußerst gefährliche Angelegenheit: „Bei Schnee und Mondschein gehen Jäger oft hier raus. Wenn man dann die Schäden an dem Hochsitz nicht sieht...“

Am Sonntagvormittag zeigte der private Jagdpächter die Zerstörungen bei der Polizei an – eine sofort eingeleitete Spurensuche blieb jedoch erfolglos. Thiedau: „Der Schnee ist hier so festgefroren, dass wir keine Spuren der Täter gefunden haben.“ Welchen Hintergrund die Tat hat, kann Thiedau nicht sagen: „Uns liegen keinerlei Hinweise auf eine politisch motivierte Tat vor oder auf eine Aktion von radikalen Tierschützern.“ Zuletzt waren im Zusammenhang mit der Staatsjagd im Saupark entsprechende Befürchtungen geäußert worden. Die NDZ berichtete zuletzt im September des vergangenen Jahres über einen Anschlag auf einen Hochsitz. Damals ereignete sich die Tat bei Altenhagen I.

Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise auf die Täter oder die Tat geben können. Wer zwischen Mittwoch und Sonntag vergangener Woche etwas Verdächtiges beobachtet hat, sollte sich unter 05041/94290 melden.

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