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Laternenumzug: DRK irritiert über Ortsrats-Diskussion

SPRINGE. Er stellt klar, dass er und seine Helferkollegen gern mit anpacken: Damit wendet sich Ulrich Tegtmeier, Leiter des fünften Einsatzzuges des DRK Springe, gegen Diskussionsbeiträge zum Thema Laternenumzug während der jüngsten Ortsratssitzung.

U. Tegtmeier
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

„Wir helfen gern – genau wie in den vergangenen Jahren auch“, sagt Tegtmeier, betont aber auch, dass die Arbeit des fünften Einsatzzuges, der Aufgaben des Katastrophenschutzes erfüllt, ehrenamtlich ist. Kritik übt er an der Diskussion, die jüngst im Ortsrat über den Laternenumzug geführt wurde. Unter anderem hatte Katrin Kreipe (SPD) gesagt, dass das DRK über einen Katastrophenschutzzug mit Personen verfüge, die für „diese Aufgaben“ – gemeint ist offenbar Laternenumzüge betreuen oder Verkehr regeln – ausgebildet seien. Tegtmeier, als Chef der DRK-Katastrophenschützer, stellt klar: „Wir haben dafür keine spezielle Ausbildung“.

Veranstalter des Laternenumzugs ist, wie mehrfach berichtet, der DRK-Ortsverein. Mit Hilfe der Ehrenamtlichen des fünften Einsatzzuges und der Polizei-Eskorte war die Absicherung der Zugstrecke bislang immer gelungen. Diesmal blieb die Polizei-Eskorte aus. Und das stellte die Organisatoren vor Probleme.

Kurzfristig erklärte sich
Tegtmeier bereit, mit dem Kommandowagen vorweg zu fahren. Das sei jedoch keine Selbstverständlichkeit: „Wir können auch nicht aus dem Vollen schöpfen“, weist er auf Mehrfachbelastungen der Ehrenamtlichen hin. „Wir wollen gern auch in Zukunft mithelfen, wenn es uns möglich ist“, stellt er klar. Allerdings baut er auch auf die Unterstützung anderer Helfer, etwa aus dem Ortsrat. Bei der Streckensicherung seien die genauso kompetent wie jeder andere Ehrenamtliche, etwa die Katastrophenschützer des DRK, die sich bislang darum gekümmert haben.

Damit die Politik die Kompetenzen des fünften Einsatzzuges künftig besser einschätzen kann, lädt Tegtmeier die Ortsratsmitglieder zu einem Besuch der Räume in die Eldagsener Straße ein. Er ergänzt: „Wir freuen uns über jeden ehrenamtlichen Helfer, der uns unterstützen möchte.“

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