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Leiterin des OHG erinnert an die Tradition des Hauses

„Lasst die Schüler weiterhin zu uns kommen“

Springe. Die Leiterin des Otto-Hahn-Gymnasiums, Kerstin Prietzel, bittet die Politik, keinen Aufnahme-Stopp für Schüler aus Bad Münder zu verhängen. Sie könne die Finanz-Sorgen der Stadt sehr gut verstehen, sagt Prietzel. Sie wolle aber auch an die Tradition des Hauses erinnern: Das Altkreis-Gymnasium wurde in den 60er-Jahren sowohl von Springern als auch von Münderanern gegründet.

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VON MARITA SCHEFFLER

„Lasst die Schüler weiterhin zu uns kommen“, lautet Prietzels fast schon biblische Aufforderung. „Machen Sie keinen Cut.“ Die Direktorin war nicht in der Schulausschuss-Sitzung, in der über die fehlenden Gastschulbeiträge aus Hameln-Pyrmont diskutiert wurde. Über den Verlauf der Versammlung ist sie dennoch gut informiert. „Ich finde, es wurde in einem moderaten Ton miteinander gesprochen. Das lässt mich hoffen.“

1100 Fünft- bis Zwölftklässler besuchen derzeit das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG). Rund 175 Kinder und Jugendliche davon kommen aus Bad Münder. Die Anzahl der „Gastschüler“ sei jahrgangsübergreifend gleich, sagt Prietzel. Der Zustrom habe in den vergangenen Jahren nicht nachgelassen. Das sei durchaus erstaunlich, denn seit der Gründung der KGS werden in Münder auch Gymnasiasten (bis zur 10. Klasse) unterrichtet. „Und wir wissen, dass die Kollegen feine Arbeit machen“, so Prietzel.

Der neue 5. Jahrgang des OHG besteht aus sechs Klassen. Bei der Einschulungsfeier hätten ihr Eltern aus Bad Münder einmal mehr bestätigt, dass sie sich wegen des außergewöhnlich guten Rufs des OHG für die Schule entschieden hätten. Dafür würden sie selbst die schlechte Busverbindung aus einigen münderschen Ortsteilen in Kauf nehmen.

Das Springer Gymnasium lebe durch seine Größe. Die jetzige Angebotsvielfalt könne nur dank der vielen Schüler gehalten werden.

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