weather-image
27°

Landheimverein weiht neue Halle ein

Die nagelneue Prellwand ist erst vor wenigen Tagen eingebaut worden. Auch ansonsten ist die aus den 60er Jahren stammende Halle neben dem Landheim der Tellkampfschule kaum wieder zu erkennen. Rund 350000 Euro haben Totalsanierung und Modernisierung gekostet.

Vereins-Chef Paul Simons und Hauswirtschaftsleiterin Melanie Brandt nehmen den Schlüssel entgegen. FOTO: HUPPERT

Autor

Christoph Huppert Reporter

„Leider sind nur zehn Prozent aus Fördermittel bezahlt worden“, so Martin Werner, Ex-Landheim-Zivi und Banker, der seit 1997 die Kasse des Vereins führt. „140 000 als Darlehen und der Rest aus Eigenmitteln und immer noch laufenden Spendenaktionen.“

Die Sport- und Mehrzweckhalle erstrahlt in neuem Glanz, ist zudem als Null-Energie-Gebäude in jeder Hinsicht ökologisch ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus und wird den Nutzern neben einigen Nebenräumen und einem Eichenschwingboden künftig auch eine Kletterwand bieten können.

„Das gibt dem Landheim jede Menge frischen Wind“, war in den Reihen der beeindruckten Besucher zu hören. Durch eine kluge Politik hat der Vorstand zusammen mit der Heimleitung um Hauswirtschaftsleiterin Melanie Brandt in den vergangenen Jahren die von der hannoverschen Tellkampfschule unabhängige Einrichtung zu einer modernen, auf Ökologie, Naturerleben und Nachhaltigkeit ausgerichteten Einrichtung gewandelt. „Am Landheimsterben hat unser Landheim nicht teilgenommen“, so der Vorsitzende des Vereins, der 59-jährige Bauingenieur Paul Simons. Seit zwei Jahren leitet er den Verein, dessen wirtschaftliche Bilanz Martin Werner als „zufriedenstellend“ bezeichnet. Rund 10 000 Übernachtungen kann der Landheimverein jährlich verbuchen. Der Trend gehe dabei zu Kurzaufenthalten, doch nach wie vor stehen Aufenthalte von Schülerinnen und Schülern im Zentrum der am Deisterrand geleisteten Bildungsarbeit. Natur- und Waldführungen durch NABU-Chef Rudolf Krause, von den Schülern liebevoll „Kröten-Krause“ betitelt, und Walderkundungen mit Stadtförster Bernd Gallas sind feste Programmbestandteile eines solchen Landheimaufenthaltes.

Eine Bühne soll die Einrichtung der Halle komplettieren. Die frisch gegründete Band „TellSoul“ teste beim Neujahrsempfang schon einmal die gar nicht so üble Akustik.

Eine Premiere gab’s auch für Stadtbürgermeister Christian Springfeld, der das erste Mal in offizieller Funktion die „Landheimer“ besuchte. „Der Hinweis, dass Sie hier in der Gründungsphase vor 90 Jahren ewige Steuerbefreiung zugesichert bekommen haben, hat mich neugierig gemacht. Ansonsten tolle Einrichtung, tolle Halle, ein echtes Glanzstück.“ Springfeld fragt sich: „Warum fahren die Springer Schüler zur Klassenfahrt eigentlich in den Harz, wo wir hier so was Tolles haben?“ Ob bald einmal eine Ratssitzung in der neuen Halle stattfinden wird? Springfeld will´s prüfen, und sich in Sachen Steuerbefreiung in der auch online zugänglichen Landheimchronik schlaumachen.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare