weather-image
30°

Kostenlos surfen: Bennigsen will sich an Freifunk beteiligen

BENNIGSEN. Im Süllbergort kann es bald ein öffentliches W-Lan-Netz geben: Rund um den Bennigser Bahnhof könnten Smartphone-Nutzer nach dem Wunsch des Ortsrats bald auf der Welle der Initiative „Freifunk in Springe“ kostenlos surfen.

Freies W-LAN am Bennigser Bahnhof soll bald Wirklichkeit werden. FOTO: BRINKMANN-THIES

Autor:

ANNNE BRINKMANN-THIES

Einstimmig hat das Gremium in seiner Sitzung am Mittwochabend dem Vorschlag der SPD-Fraktion zugestimmt.

Das Jugendzentrum B-Town, das im einstigen Bahnhofsgebäude zu Hause ist, ist bereits mit Freifunk ausgestattet. Vom dortigen Router aus könnte auch ein Teil der Bandbreite für die öffentliche Nutzung „abgezwackt“ werden. Denn ausschließlich die Hardware, also ein Router, in einem privaten Bereich, ist notwendig, um das kostenfreie W-Lan des Freifunks nutzen zu können, erklärte Leon Plesse, Gründer der Initiative. Er war zu Gast in der Ortsratssitzung.

Im Antrag der SPD-Fraktion hießt es: Zur Vermeidung von Missbrauch könne das W-Lan Passwort in einem Fenster des Jugendzentrums positioniert werden. Und weiter: „So können nur die Bennigser, die das Passwort haben, das W-Lan nutzen. Doch ein solches Passwort gebe es nicht und es werde auch nicht benötigt, erklärte Plesse. „Wie sicher ist die Technologie?“, wollte der stellvertretende Ortsbürgermeister Thomas Dittert (Bündnisgrüne) wissen. Hier konnte Plesse beruhigen. Die eigene IP-Adresse bleibe unsichtbar. Gesurft werde über das Freifunknetz.

Der Ortsrat werde nun gegenüber der städtischen Jugendpflege sein Interesse bekunden, den Anschluss im Jugendzentrum B-Town mit nutzen zu können, erklärte Ortsbürgermeister Jörg Niemetz (CDU). Beide Parteien sind sich bei dem Thema einig, auch die Christdemokraten hatten den Wunsch nach freiem W-Lan in ihrem Wahlprogramm verankert. Neben dem Bereich rund um den Bahnhof könnte es bald ein weiteres Areal geben, in dem die Bennigser ohne Gebühren im Internet unterwegs sein können.

Denn auch in der Süllbergsporthalle könnte künftig frei gesurft werden. Großes Interesse daran hat der Vorsitzende des Sportrings, Tobias Berger. Das hat er während der Sitzung des Gremiums deutlich gemacht. „Wenn das Projekt Freifunk hier in Bennigsen startet, möchte sich der Sportring einklinken“, erklärte Berger.

Der Sportring-Chef möchte in Zusammenarbeit mit der Initiative Freifunk die Sportstätten im Springer Stadtgebiet mit kostenlosem W-Lan ausstatten. In Bennigsen könnte es nunmehr eine Art Pilotprojekt geben. Die Vereine würden vom Internet auf ihren Anlagen profitieren, etwa bei den Ergebniseingaben beim Fußball, die nur noch online möglich sind. Die Frage nach möglichem Vandalismus haben die Initiatoren dabei im Blick. Der Router würde so positioniert, dass er geschützt sei, erklärte Ortsbürgermeister Niemetz. Auch über eine Zeitschaltuhr werde nachgedacht.

Um das freie W-Lan im Süllbergort Bennigsen attraktiver zu machen, rief Niemetz im Namen des Ortsrats die Bennigser dazu auf, sich an Freifunk zu beteiligen – und ihre Bandbreite für das Gratisnetz zur Verfügung zu stellen.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare