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Mouhamed Farhat setzt sich knapp im zweiten Wahlgang durch

Kopf-an-Kopf-Rennen um das Amt des Jugendbürgermeisters

Springe (jemi). Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Amt des Jugendbürgermeisters der Stadt Springe: Erst im zweiten Wahldurchgang setzte sich Mouhamed Farhat von der Gerhart-Hauptmann-Schule gestern Abend bei der konstituierenden Sitzung gegen Melvin Louis Dreyer durch. Farhat löst damit Marvin Gouraud ab. Seine beiden Stellvertreterinnen sind Anika Dokanikis (Heinrich-Göbel-Realschule) und Amelie Henze (Otto-Hahn-Gymnasium).

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Die Wahl zum Jugendbürgermeister hätte nicht spannender sein können. Im ersten Wahlgang lag noch der 16-jährige Dreyer mit einer Stimme vorne. Doch Bürgermeister Jörg-Roger Hische machte deutlich, dass das nicht für die absolute Mehrheit reicht, und somit mussten die Jupa-Mitglieder erneut an die Urne treten. Sie hatten sich für eine geheime Wahl entschieden. Im zweiten Wahlgang reichte dann die einfache Mehrheit. Ein Vertreter des Gremiums entschied sich um und plötzlich war Farhat der strahlende neue Jugendbürgermeister. „Das ist Demokratie“, so Hische. Er versprach, den Jugendlichen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Er wolle häufiger an Sitzungen teilnehmen, um das Parlament besser kennenzulernen. Noch mehr Einsatz wünsche er sich auch von den anderen Ratsmitgliedern der Stadt. Gestern war allein Christoph Rohr zur Sitzung erschienen.

Einen Blick auf die vergangenen zwei Jahre, der Jupa-Premiere, warf der scheidende Jugendbürgermeister: „Viele hatten sich zu Beginn unserer Amtszeit gefragt, wozu man so ein Jugendparlament eigentlich braucht. Ich denke, wir haben den Sinn aufgezeigt.“ Er erinnerte etwa an die Schaffung eines Grillplatzes. Außerdem riet er dem neuen Gremium, bei Fragen stets auf die zuständigen Verwaltungsmitarbeiter zuzugehen. „Mir ist zumindest nie der Kopf abgerissen worden“, machte Gouraud Mut.

Farhat freute sich sichtlich über die neue Verantwortung, die er übernimmt. Noch sichtlich aufgeregt leitete er die Sitzung nach der Wahl weiter. Er und Dokanikis bringen aber beide bereits Erfahrung mit – sie waren schon Mitglied des Gremiums in der alten Amtsperiode. „Mir bedeutet es viel, dem Jugendparlament anzugehören und damit die Interessen der Jugendlichen zu vertreten“, erklärte die 14-jährige Dokanikis. Farhat und sie wollen unter anderem Veranstaltungen für Jugendliche organisieren, beispielsweise eine „Nacht des Fußballs“. Da habe Springe bisher zu wenig zu bieten.

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