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Kindergarten Bennigsen plant Umzug

BENNIGSEN. Der Bennigser Kindergarten Am Gut zieht voraussichtlich zum neuen Kindergartenjahr am 1. August aus dem evangelischen Gemeindehaus aus - neue Räume gibt es schon:

Foto: Archiv

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Der Kindergarten zieht in den großen Saal des einstigen Speiserestaurants Daniels ein. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren.

Auf den rund 180 Quadratmetern des ehemaligen Saaltraktes könnten künftig sogar 25 Kinder betreut werden, erklärte die Vorsitzende des Kindergarten-Vereins Christiane Reese. Denn das Betreuungsangebot soll von nunmehr 20 mit weiteren fünf Plätzen aufgestockt werden. „Der Bedarf ist ganz klar da“, sagte Reese. Derzeit ist ein Architekt damit beauftragt, einen Nutzungsänderungsantrag zu erarbeiten um ihn dann im Bauamt vorzulegen. Derzeit fehlt allerdings noch ein Brandschutzgutachten, sagte Reese. Doch sie ist zuversichtlich, dass dieses Gutachten bis Ende März vorliegt. Beauftragt hierfür habe der Verein ein Springer Brandschutz und Sachverständigenbüro. Wenn allle notwendigen Genehmigungen vorliegen, muss das Niedersächsische Kultusministerium die Betriebserlaubnis geben. Einen Ortstermin mit einer Mitarbeiterin des Ministeriums habe es bereits gegeben.

Umbauten müssten natürlich im Sanitärbereich erfolgen, berichtete Reese. Hier wünscht sich der Verein für die Kinder einen sogenannten Erlebnis-Waschraum, bei dem etwa zwei Becken mit unterschiedlicher Höhe eine Art Wasserfall erzeugen. „Die Wasserwahrnehmung soll so zu einer sinnlichen Erfahrung werden.“ Für diesen Wunsch werden allerdings noch Sponsoren gesucht, ebenso wie für die zusätzliche Ausstattung des dann weit größeren Raums.

Für die sonstigen Umbauten aber steht die Finanzierung. „Wir rechnen derzeit grob geschätzt mit Investitionskosten von rund 50 000 Euro.“ Darin enthalten sind neben dem Trockenbau der Umbau eines Sanitärraumes, die Elektrik, die Errichtung einer Ausgabeküche sowie die Außenanlage, aber auch Planungs- und Genehmigungskosten.

„Dank zweier zweckgebundener Spenden und einem Investitionszuschuss von der Region Hannover können wir die geschätzten reinen Umbaukosten sicher bewältigen“, freut sich Reese. Auch zusätzliches Mobiliar ist in der Summe schon enthalten.

Der große Saal biete für die Kinderbetreuung gute Voraussetzungen, weil er in mehrere Bereiche unterteilt werden kann. Untergebracht werden können dort neben einem Gruppenraum unter anderem auch der Essbereich, ein Vorlese- und Ruheraum, ein Vorschulbereich sowie ein Büro.

Im Norden des Gebäudes – und damit in Gegenrichtung zur Hauptstraße – grenzen eine Terrasse und eine Wiese an. „Die soll Stück für Stück zum Spielparadies umgebaut werden“, erklärte Reese. Zunächst werde das Areal umzäunt und mit einem Sandkasten versehen. Weitere Spiel- und Klettermöglichketen sollen folgen. „Hier hoffen wir auf die Unterstützung der Eltern“, sagte die Vereinsvorsitzende. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sind die Eltern bereits im Januar über den geplanten Umzug informiert worden, der auf breite Zustimmung gestoßen sei. Das neue Domizil für die Jüngsten im Gebäude des einstigen Restaurants gehört Hartmut Köneke. Er war selbst an den Kindergarten herangetreten, nachdem er in der Neuen Deister-Zeitung von der Raumsuche des Vereins erfahren hatte. „Wir sind uns schnell einig geworden, dass wir das Projekt Kindergarten zusammen angehen wollen“, berichtet Reese.

Der Umzug ist geplant zum neuen Kindergartenjahr im August, nachdem im Juni und Juli die Umbaumaßnahmen durchgeführt werden sollen. „Der Zeitplan ist schon sportlich“, so Reese. „Aber um dem Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen in Bennigsen zum neuen Kitajahr etwas entgegen zu wirken, wollen wir dieses zeitliche Ziel möglichst einhalten“. Sollte es dennoch irgendwo haken, stehen die Kinder nicht ohne einen Raum da. Denn ein festes Ende des Mietverhältnisses mit der Kirchengemeinde Bennigsen-Lüdersen gibt es nicht, sagte die Kirchenvorstandsvorsitzende Karla Helmich auf Anfrage. „Der Umzug des Kindergartens erfolgt einvernehmlich“, betonte sie. Der Kindergarten benötige mehr Raum für mehr Kinder, die Kirchengemeinde möchte den frei werdenden Raum unter anderem für die Konfirmandenarbeit nutzen.

Dass der Kita-Umzug voraussichtlich so gut funktioniert, darüber freut sich nicht zuletzt Ortsbürgermeister Jörg Niemetz: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit.“

Für seine neuen Räume konnte der Kindergarten jüngst eine Spende von 1000 Euro entgegennehmen. Das Geld kam bei der Neueröffnung des „Radhauses“ durch Erlöse unter anderem aus einer Tombola zusammen.

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