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Kik soll an der Osttangente Vögele ablösen

SPRINGE. In die Geschäftssituation an der Osttangente kommt Bewegung – und das hat auch Auswirkungen auf die Innenstadt: Nach NDZ-Informationen soll der Textildiscounter Kik die Filiale von „Charles Vögele“ im Fachmarktzentrum übernehmen.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Deren letzter Öffnungstag ist laut Store-Managerin Jasmin Berthold am Sonnabend, 26. August.

Für Kik wäre es die zweite Niederlassung im Springer Stadtgebiet: Schon jetzt betreibt das Unternehmen aus dem westfälischen Bönen ein Geschäft an der Fünfhausenstraße. Wie es dort wiederum weitergeht, ist ebenfalls offen: Denn das Gebäude, in dem sich auch der Drogeriemarkt Rossmann befindet, soll im Rahmen der Innenstadtsanierung abgerissen werden. Ursprünglich wollte Kik danach in den ebenfalls von den Investoren Peter Othmer und Dennis Melching geplanten Neubau ziehen.

Doch weil beide mit einem der Grundstückbesitzer auf der geplanten Erweiterungsfläche nicht handelseinig wurden, muss das Großprojekt um die betroffene Fläche herum neu geplant werden (siehe Infobox). Das könnte auch in den Überlegungen von Kik eine Rolle spielen: Mit dem parallelen Betrieb von zwei Filialen hielte man sich die Option offen, in den Neubau in der Innenstadt umzuziehen – oder eben permanent an der Osttangente zu bleiben, mit einer Filiale.

Dass die Zeit des Schweizer Modemarkts Vögele an der Osttangente knapp acht Jahre nach Eröffnung von Fachmarktzentrum und Filiale enden würde, steht schon seit mehreren Monaten fest: Das Unternehmen war von einem neuen Investor übernommen worden, der den Rückzug aus dem deutschen Filialnetz angekündigt hatte. Zahlreiche Märkte haben in den vergangenen Monaten schon den Betreiber gewechselt – übernommen wurden sie neben Kik auch von Discounter Tedi (der in den kommenden Tagen ebenfalls an der Fünfhausenstraße eröffnet), aber auch von Woolworth oder der italienischen Kette Upim, die zum neuen Vögele-Investor gehört.

Zurückgefahren wurde das Vögele-Programm in Springe ohnehin schon nach und nach: Aus ursprünglich zwölf Mitarbeitern sind laut Managerin Berthold zuletzt nur noch fünf geworden: „Sie sollen alle ein Übernahmeangebot von unserem Nachfolger erhalten.“ Berthold selbst wechselt als Managerin in eine andere Filiale. Einhergehend damit hat der Markt auch die Öffnungszeiten reduziert, seit einiger Zeit läuft der Ausverkauf.

Nach dem 26. August laufen die Abbauarbeiten; am 1. September könnte dann Kik das Ruder übernehmen. Der Discounter selbst erklärte gestern, man befinde sich „noch in Vertragsverhandlungen zum Standort in Springe“ und könne deshalb keine weiteren Auskünfte geben. Rechtlich wäre der Ladenwechsel übrigens kein Problem: Laut Bürgermeister Christian Springfeld wird Kik mit Blick auf den Bebauungsplan genauso bewertet wie Vögele und dürfte sich daher an der Osttangente ansiedeln.

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Unterdessen laufen auch die Planungen für den Umbau der Innenstadt zwischen Niederntor, Fünfhausenstraße und Nordwall weiter: Laut Investor Dennis Melching sind inzwischen die überarbeiteten Baupläne fertiggestellt. Sie waren vor allem erforderlich geworden, nachdem einer der Grundstücksbesitzer aus Sicht der Investoren zu viel Geld für sein Haus haben wollte. Der neue Einkaufskomplex soll nun um das betroffene Grundstück herum geplant werden.

In der kommenden Woche sei ein Gespräch geplant, bei dem den interessierten Mietern die Pläne noch einmal vorgestellt werden sollen. Dazu zählen unter anderem die Supermarktkette Rewe und Drogerieriese Rossmann.

Die Stadtverwaltung wartet auf die fertigen Pläne der Investoren: Erst danach könne man Bebauungsplan und Verkehrskonzept erarbeiten und der Politik vorlegen, so Bürgermeister Christian Springfeld.

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