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Keine weitere Werbung für Notfallambulanz

Springe. Die Region Hannover will keine weitere Werbung für die Notfallambulanz im früheren Krankenhaus machen. Die Einrichtung sei als Ergänzung zu Rettungsdienst und ärztlicher Bereitschaft „etabliert“.


Springe. Die Region Hannover will keine weitere Werbung für die Notfallambulanz im früheren Krankenhaus machen. Die Einrichtung sei als Ergänzung zu Rettungsdienst und ärztlicher Bereitschaft „durch die alltägliche Frequentierung und Inanspruchnahme“ zunehmend „etabliert“, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Regionsabgeordneten Gabriela Kohlenberg (CDU).

Im Herbst hatte das Klinikum mitgeteilt, es kämen nur zehn bis zwölf Patienten pro Tag – und gleichzeitig eingeräumt, man wäre froh, wenn es mehr wären. Neue Zahlen gab es seitdem nicht mehr – Mitarbeiter berichten aber, sie würden immer wieder gefragt, ob es die Einrichtung überhaupt noch gebe.

Trotzdem bleibt die Region dabei: „Zum aktuellen Zeitpunkt“ würden weiteren Maßnahmen nicht „als erforderlich angesehen“. Kritik vom Runden Tisch aus Springe, der die Ambulanz mit ausgehandelt hatte, tritt die Behörde ebenfalls entgegen: Man habe dort lediglich einen Info-Flyer sowie Gespräche mit niedergelassenen Ärzten zugesagt: „Diese Maßnahmen wurden auch umgesetzt.“ Mitglieder des Runden Tisches hatten moniert, die Region habe weitaus mehr Werbung versprochen.

Auch Kritik an der Personalbesetzung mit Leihärzten einer Fremdagentur will die Region sich nicht annehmen: Die Notfallambulanz sei organisatorisch an das Klinikum in Gehrden angebunden und in die dortigen Dienstpläne integriert: „Ein gezielter Einsatz von Leihärzten in der Notfallambulanz erfolgt nicht“, heißt es in der Antwort auf die Anfrage. Man setze insbesondere auf Mediziner mit Erfahrungen in der Notfallversorgung.

Dass immer wieder Patienten abgewiesen werden und zum Arzt oder in anderen Kliniken geschickt würden, sei richtig – komme aber auch vor, wenn es etwa um eine spezielle Weiterbehandlung gehe – bei der man sowieso während der Sprechstunden zum Besuch bei Fachleuten rate. Ohnehin sei die Ambulanz, so betont die Region, „ein ergänzendes Angebot“ zum örtlichen Versorgungssystem, das eben auch den Rettungsdienst für schwerere Notfälle oder die ärztliche Bereitschaft umfasse.

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