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Kastanie am Gografenwinkel darf nach Kontrolle bleiben

GESTORF. Die 100 Jahre alte Kastanie im Grogfanwinkel darf nach dem Willen des Ortsrats weiterwachsen. Einstimmig haben sich die Mitglieder dem Vorschlag der Stadtverwaltung angeschlossen, den Baum mittels besonderer Pflegemaßnahmen zu erhalten. Sollte es zu einem Astabbruch komme, soll die Kastanie gefällt werden.

Einige Stellen sind faul an der Kastanie im Gografenwinkel, doch sie ist nach Ansichten eines Sachverständigen vital. Foto: Brinkmann-Thies

Autor:

anne brinkmann-thies

Das externe Gutachten, das die Stadt Springe in Auftrag gegeben hatte (wir berichteten), überzeugte auch die Gestorfer Ortsratsmitglieder. Der Ortsrat kenne die Bedenken der Anwohner“, sagte Ortsbürgermeister Eberhard Brezski (SPD) Das neue Sachverständigengutachten sei aber überzeugend. Und Jürgen Kuschnereit (CDU) ergänzte: „Der Baum ist vital“.

Gleichwohl hatte er einen Wunsch. Es wäre mir lieb, wenn schon jetzt eine neue Kastanie gepflanzt würde“. Eine solche Neuanpflanzung hatte Anwohner Carsten Sustrate in der letzten Sitzung des Ortsrats angeboten.

Doch nun musste er leider zurückrudern. Zwar sei die Kastanie, die er selbst einmal aus einer Frucht gezogen haben, inzwischen schon fünf Meter hoch. Doch als er den Laubbaum jetzt in Augenschein genommen habe, musste er den Befall mit Miniermotten feststellen.

Somit hat sich diese Idee, einen jungen Baum schon in dem Bereich Gografenwinkel und auf geeignetem Untergrund parallel zu der alten Kastanie wachsen zu lassen, erst einmal erledigt.

Einst hatte der Großvater von Carsten Sustrate jene Kastanie angepflanzt, damals auf privatem Grund. Inzwischen ist das Areal und damit auch die Kastanie in städtischem Besitz, der Baum ist bei der Stadt katalogisiert.

Alle neun Monate soll nun nach dem Vorschlag des Baumgutachters der Stamm der Kastanie kontrolliert werden. Zudem empfiehlt er, die Baumkrone um bis zu eineinhalb Metern einzukürzen. Damit sollen sich die Sicherheitswerte des Laubbaums um bis zu 40 Prozent erhöhen.

Denn bei der Messung der sogenannten Orkanlast gab es bei der Standsicherheit Defizite im Vergleich zu einem völlig gesunden Baum. Die Gografen-Kastanie weise lokale Fäulnisschäden und Abgrabungen an der Wurzel auf.

In drei Jahren soll dann erneut gemessen werden, wie sich die Kastanie im Orkan-Test hält.

Endgültig über das Schicksal des altehrwürdigen Baums wird während der nicht-öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses am 28. September entscheiden.

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