weather-image
24°
Stadt verschickt Rechnungen für Weihnachtsferien / Knappe Frist bei Entscheidung vor Ostern

Immer mehr Verwirrung um Hallennutzung

Springe (zett). Wenn der Rat im März über die künftige Sporthallennutzung in den Schulferien entscheidet, dann haben Politik, Verwaltung und Vereine fast ein Jahr lang darüber gerätselt und gestritten. Mehrmals kippte der Verwaltungsausschuss Vorschläge des zuständigen Gremiums – und je näher der endgültige Beschluss rückt, desto mehr Konfusion ergibt sich rund um die Regelung.


Da ist zum Beispiel der Startzeitpunkt für die Änderungen. Der Ratsentscheid steht noch aus – trotzdem hat die Stadt in den Weihnachtsferien schon einmal die ersten Rechnungen verschickt: 5 Euro pro Stunde pro genutzten Hallenteil. Insgesamt flossen in den Ferien 240 Euro aus den Kassen von fünf Springer Vereinen an die Verwaltung. Wer zahlte und wer nicht, darüber gibt die zuständige Fachdienstleiterin Gabriele Tegtmeyer keine Auskunft. Sie verweist auf den Datenschutz. Nach NDZ-Recherchen gibt es aber auch Vereine, die in den Ferien zwar Hallen für Veranstaltungen genutzt haben, dafür aber keine Rechnung bekamen.

Offiziell war immer von den Osterferien die Rede – dann sollte die Neuregelung erstmals greifen. Bis zum 15. Februar müssen sich die Vereine nach aktuellem Stand für einen Hallenplatz in den Osterferien melden. Weil die Stadt nicht weiß, wie es mit der Regelung weitergeht, „nehmen wir im Moment nur Reservierungen entgegen“, so Tegtmeyer. „Wir sagen ihnen ganz klar, dass wir auch nicht wissen, wie es weitergeht.“ Die Vereine könnten sich dann nach dem Ratsentscheid überlegen, ob sie den Platz zu den Konditionen nehmen möchten. Problem: Der Rat entscheidet am 18. März darüber, wie es weitergeht – die Osterferien beginnen einen Tag später. Kaum Zeit für die Betroffenen, sich dann noch nach Alternativen umzusehen. Laut Tegtmeyer hat die Stadt auch die zunächst angepeilte Probezeit für das Konzept von einem Jahr vorerst gecancelt – „alles ist offen“.

Die unendliche Geschichte um die Sporthallennutzung in den Schulferien hatte zuletzt im Dezember ein unrühmliches Kapitel erlebt; als der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss zum zweiten Mal eine Entscheidung des Sportausschusses änderte. Seitdem stehen in den Ferien vorerst doch wieder alle städtischen Hallen zur Verfügung – nicht nur die im Schulzentrum Süd und in Eldagsen, Bennigsen und Völksen. Zuvor war die Politik schon mit einer Version gescheitert, die alle Hallen über große Teile der Schulferien geschlossen lassen sollte. Die Idee hatte große Proteste bei vielen Vereinen ausgelöst.

Der Erste Stadrat Hermann Aden hatte Anfang des Monats im Interview mit der Neuen Deister-Zeitung auch die grundsätzliche Wiedereinführung der Sportstättennutzungsgebühr erwogen.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare