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Nach einem halben Jahr Arbeit werden die besten Konzepte für das Hallenbad vorgestellt

Ideenfeuerwerk für die Rettung

Springe. So könnte sie aussehen, die langfristige Rettung für das Hallenbad Springe: Auf 50 Seiten stellte die Modellagentur Crea.Nova am Wochenende ihr Marketingkonzept für das Schwimmbad an der Harmsmühlenstraße inklusive Marktanalyse, Kommunikationskonzept und konkreten Maßnahmen vor. Sie ist die Gewinnerin der Projektarbeit, dem sich die insgesamt fünf Modellagenturen der Norddeutschen Akademie aus Hannover stellten.

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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Vorangegangen waren die Präsentationen der Studententeams, die von der Gründung der Agentur bis zur Vorstellung ihres Werbekonzeptes alles selbst erarbeitet hatten. Dazu gehörten nicht nur der Name für die Agentur und eine Verteilung der Aufgaben, sondern auch die kreative Umsetzung, ein realistischer Zeitplan und viele weitere Faktoren, die von der sechsköpfigen Jury bewertet wurden. Neben den Dozenten der Akademie befand sich unter anderem auch Anike Fritz, Tourismus- und Marketing-Leiterin der Stadt Springe unter den Juroren.

Herausgekommen sei ein „Feuerwerk der Ideen“, wie die Leiterin der Akademie, Renate Streuer, erfreut feststellte: „Sie haben alle gut abgeschnitten“, teilte sie den angespannten Studenten bei der Verkündung der Ergebnisse mit. Die Wasserratte als Maskottchen, das selbstbewusste Auftreten mit dem Firmenlogo auf den Krawatten und vor allem die Kampagne „Rettungsspringer“, mit der die Einwohner zur finanziellen Unterstützung des Hallenbades aufgefordert werden sollen, gaben letztlich den Ausschlag, weshalb Crea.Nova zur eindeutigen Siegerin gekürt wurde. Ein rundum gelungenes Konzept, bei dem auch die Farbgebung des Hallenbades und das Außengelände mit einbezogen wurden, wie die Jury in ihrer Beurteilung bemerkte. Selbst an die Springer Prominenz hatte das Team gedacht – für ein großes Rettungsfest werben sie mit der neuen Ehrenbotschafterin Olivia Jones auf den Plakaten.

Wie viel Arbeit die Studenten, die neben ihrem Abendstudium auch berufstätig sind, seit Mai in dieses Projekt investiert haben, können sie kaum noch überblicken. „Es waren sicherlich mehrere hundert Stunden, zum Ende natürlich intensiver“, berichtet Jens Wolckenhaar. Einige Nachtschichten seien auch dabei gewesen. Die müden Gesichter seiner Kommilitonen bestätigen Wolckenhaars Aussage.

20 000 Euro Budget setzte die Stadtverwaltung als Rahmenbedingung für die Umsetzung des Projektes, mit dem die Studenten jonglieren durften. Ob es tatsächlich ausgegeben wird und welche Ideen aus den Konzepten umgesetzt werden, darüber entscheidet allerdings erst noch die Politik: „Die Grundsatzentscheidungen wurden noch nicht gefällt“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Wilfried Nicolay nach der Siegerehrung. Doch auch er zeigte sich angetan von dem Ideenreichtum der Studenten. Natürlich trieben ihn die Geldprobleme der Stadt um, ergänzte er, fügte aber auch an die Studenten gewandt hinzu: „Das ist ja nicht ihr Problem.“

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