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Jahresversammlung im DRK-Haus: Steigende Mitgliederzahlen und 27 begleitete Menschen und Familien in 2008

Hospizverein: Gedenkminute für die Opfer von Winnenden

Springe (vob). „Bevor wir unsere Tagesordnungspunkte abarbeiten, ist es mir ein großes Bedürfnis, im Hinblick auf das schreckliche Ereignis in Winnenden in einer stillen Minute dieser Opfer zu gedenken und allen Menschen, die davon persönlich betroffen sind.“ So begann die Vorsitzende des Hospizvereins Springe die Jahresversammlung im DRK-Zentrum An der Bleiche.

Der Hospizverein-Vorstand: Werner Rothe, Petra Thiel, Vorsitzend

Der schreckliche Vorfall in Winnenden zeige, dass auch junge Menschen jederzeit mit dem Themenbereich Tod und Trauer in Kontakt kommen können und wie wichtig es sei, darüber zu sprechen und Betroffenen Hilfestellung zu leisten. Wie stark diese Einsicht bei den Menschen angekommen ist, sieht man auch an der Entwicklung der Mitgliederzahlen des Hospizvereins: „Unser Mitgliederstand lag im Dezember 2007 bei 70 Personen. Eine Person ist zum Jahresende 2008 ausgetreten. Inzwischen sind 21 neu hinzugekommen, so dass wir auf 90 Mitglieder angewachsen sind“, verkündete Barthes.

Dies sei ein höchst erfreulicher Zuwachs und zeige, dass die Arbeit des Vereins immer mehr Beachtung und Anerkennung fände. Das wiederum liege nicht zuletzt daran, dass man sich stetig bemühe, durch Öffentlichkeitsarbeit auf sich aufmerksam zu machen.

23 ehrenamtliche Hospizhelfer aktiv

Die Koordinatorin der Hospizgruppe, Susanne Rokahr, ließ vor den rund 40 anwesenden Mitgliedern und Gästen die Arbeit des abgelaufenen Jahres Revue passieren. „Anfang 2008 bestand unsere Hospizgruppe aus 15 Begleitern, im Laufe des Jahres vergrößerte sich die Gruppe auf 23 ehrenamtliche Hospizhelfer“, gab sie bekannt.

27 Menschen und ihre Familien seien im häuslichen wie im stationären Bereich – also in Krankenhaus, Pflegeheim und Hospiz – begleitet worden, erklärte Rokahr. „16 Begleitungen wurden als Sterbebegleitung abgeschlossen, sieben wurden über das Jahr 2008 weitergeführt, in dem es zusätzlich eine Trauerbegleitung gab“, fasste sie zusammen und gab im Anschluss einen Eindruck davon, wie eine Kontaktaufnahme von Bedürftigen mit ihr und ihrem Team abläuft: „Nachdem der Kontakt zustande gekommen ist, vereinbare ich einen Termin für den Erstbesuch.“ Vor Ort werde dann geschaut, welcher Bedarf an Begleitung notwendig ist, so Rokahr. „Begleitungen enden mit dem Tod oder aber dann, wenn sie nicht mehr gewünscht wird“, erklärte sie. Der Hospizverein biete jedoch auch über den Tod hinaus Trauerbegleitung für die Angehörigen an.

Inge Barthes und ihre Vertreterin Christina Kratochvil zeigten sich erfreut und dankbar über die Spendenbereitschaft der Menschen. Gleichzeitig erbaten sie aber anhaltende finanzielle und ideelle Unterstützung für den Hospizverein.

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