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Verwaltung prüft Antrag des Ortsrates und sieht Kosten und fehlende Voraussetzungen als Hindernisse

Hohe Hürden für Behelfsampel

Gestorf. Es könnte so einfach sein: Weil es an der Problemkreuzung immer wieder zu Unfällen kommt – und weil die fest installierte Ampel frühestens im Sommer aufgebaut wird – möchte der Ortsrat, dass eine Behelfsanlage aufgestellt wird. Deren Aufbau könne die Stadt selbst anordnen, war während der jüngsten Sitzung des Ortsrates zu hören. Ganz so einfach ist es dann doch nicht, betont die Verwaltung jetzt.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Der Antrag des Ortsrates liegt jetzt auf dem Schreibtisch von Werner Mosch, dem Chef des Fachdienstes Ordnung und Verkehr. „Wir werden das natürlich prüfen“, sagt er. Dazu müsse man sich allerdings an die zuständigen Behörden wenden: Für die Kreuzung zwischen Kreisstraße 216 und Landesstraße 422 sind Region und Land zuständig. Und ohne die gehe praktisch nichts.

Zwar könne die Stadt als zuständige Untere Straßenverkehrsbehörde unter bestimmten Bedingungen eigenmächtig die Aufstellung einer solchen Ampel anordnen, das sei aber in diesem Fall nicht gegeben. „Außerdem kostet so eine Ampel natürlich auch Geld – und dafür haben wir bisher keinen Posten“, sagt der Springer Behördenchef. Wie überall gilt auch hier: Wer die Lichtzeichenanlage aufbaut, muss sie auch zahlen.

Den Vorschlag zum Bau einer Behelfsampel durch die Stadt hatte Gestorfs früherer Ortsbürgermeister Bernd-Georg Höfer gemacht. Der Ortsrat hatte die Idee aufgenommen und einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung formuliert.

„Wir gehen der Sache natürlich nach“, betont Mosch, der die Forderung der Gestorfer durchaus nachvollziehen kann. „Das ist eben ein richtiger Brennpunkt.“ Er merkt aber an, dass sich die Ausgaben für die Entschärfung der Kreuzung durch die Aufstellung einer mobilen Ampel nahezu verdoppeln würden – weil die fest installierte Ampel natürlich auch Kosten verursache.

Bernd Freimann, der bei der Stadt für verkehrsbehördliche Anordnungen zuständig ist, betont, dass die Planung für den Bau der fest installierten Ampel ohnehin schnell vollzogen werde. „Normalerweise dauert so etwas drei bis vier Jahre.“ Die ersten Gespräche zwischen Stadt, Land und Region gab es im Spätherbst – und mittlerweile seien sie schon sehr weit fortgeschritten, so Freimann.

Im Kreuzungsbereich kommt es immer wieder zu Unfällen: Zuletzt hat es dort in der vergangenen Woche gekracht, mehrere Personen wurden bei dem Unfall verletzt.

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