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„Höhle der Löwen“: Dogan Ayhan aus Springe am Dienstag im TV

SPRINGE. Mit leerem Magen geht er die Treppe hoch. Dann der Essens-Duft aus der Nachbarwohnung. Selbst kochen? Ist nicht seins. Dann schießt ihm der Gedanke durch den Kopf: „Ich würde 10 Euro auf den Tisch legen, nur um da mitzuessen.“ Am Dienstag wird die Idee einem großen Publikum vorgestellt. Im Fernsehen.

Hoffen heute auf Unterstützung: Dogan Ayhan aus Springe (von links) mit Erdal Alim und Philipp Benseler. Foto: CHEF ONE
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Dogan Ayhan erzählt die Geschichte des Geistesblitzes, die seinem Cousin kam, mit einem Schmunzeln. Doch Dienstagabend wird es ernst für den Springer und seine Mitstreiter: Sie wollen in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ Investoren von ihrem Konzept überzeugen.

„Chef One“ nennt sich ihre Firma mit Sitz in Hamburg. Die Idee: Menschen zusammenbringen. Die, die gerne essen, aber nicht kochen wollen. Und die, die gerne kochen und Leute bei sich beherbergen. In der Show „Höhle der Löwen“ (20.15 Uhr, Vox) versuchen Geschäftsleute, nahmhafte Investoren (etwa Carsten Maschmeyer) von ihrem Konzept zu überzeugen und zum finanziellen Einsteig zu bewegen. Dogan, sein Cousin Erdal Alim sowie Philipp Benseler hoffen auf 100 000 Euro, für die sie 15 Prozent Anteile abtreten würden.

Ayhan ist 25, stammt aus einer Springer Gastronomiefamilie und studiert Psychologie. Er selbst wird am Dienstag nicht in der Sendung zu sehen sein – während der Dreharbeiten musste er sich auf seine Abschlussarbeit an der Uni konzentrieren. Ihm ist wichtig, dass bei der „Chef One“-Philosophie das Essen nur Mittel zum Zweck ist: „Es geht uns darum, gegen die Vereinsamung in der Gesellschaft anzugehen.“ Das Erlebnis stehe im Vordergrund: Verbindungen knüpfen über das gemeinsame Essen, insbesondere in der wachsenden Anonymität der Großstadt.

In einer App, einem Programm für das Smartphone, können Essensanbieter und Suchende zueinander finden. Wer kocht, bestimmt den Preis – der kann je nach Aufwand oder Größe des Menüs variieren. In jedem Fall fließen 15 Prozent der Einnahmen an die Firma, als Vermittlungsgebühr.

Eine fröhliche TV-Party wird es bei „Chef One“ Dienstag übrigens nur begrenzt geben: Vielmehr wappnet sich das Team auf einen erwarteten Ansturm auf ihrer Internetseite: Hunderttausende Neugierige unter den zuletzt knapp 3 Millionen Zuschauern klicken dann vorbei – und die Geschäftsleute wollen verhindern, dass der Server in die Knie geht: Das wäre, sagt Ayhan, keine gute Werbung.

„Die Höhle der Löwen“ läuft am Dienstag von 20.15 bis 22.55 Uhr auf dem TV-Sender VOX.

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