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Vorsitzender Mahlmann: Interessen notfalls auch gegen die Mutterpartei vertreten

Hische macht Junger Union seine Aufwartung

Springe (vob). Die Junge Union (JU) der CDU in Springe hat einen neuen Chef: Der bisherige Schriftführer Jens Mahlmann übernimmt das Amt von Florian Lipp, der zum Vize-Vorsitzenden gewählt wurde. Matthias Walter wurde als Schatzmeister, Thomas Kwitschinski als Beisitzer bestätigt – im Beisein von Bürgermeister und Ex-CDU-Mitglied Jörg-Roger Hische.

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Mahlmann schwor die Mitglieder auf den gemeinsamen Kurs ein: „Wir wollen als Junge Union nicht bloß Nachwuchssammler für unsere Mutterpartei sein und werden unsere Interessen notfalls auch gegen sie vertreten“, sagte er. Man sei offen für politische Diskussionen jeder Richtung und vielseitige Meinungen, so der neue Vorsitzende. „In Zukunft gilt es vor allem auch, unsere Mitglieder verstärkt zu aktivieren und unseren Einzugsbereich zu vergrößern“, so Mahlmann.

Für eine Überraschung sorgte Hische: Der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen, die Mitglieder der Jungen Union auf ihrer aktuellen Versammlung zu besuchen – und das, obwohl er mit seinen ehemaligen Parteikollegen von der CDU seit geraumer Zeit im Clinch liegt. Jüngst hatte man ihm auf der CDU-Mitgliederversammlung in Abwesenheit vorgeworfen, noch Schulden bei der Partei zu haben. Im Kreis der JU einigte er sich mit dem ebenfalls anwesenden Ex-Kontrahenten Friedrich Woltmann und der neuen CDU-Chefin Elke Riegelmann auf ein Zurückstellen der Querelen.

Hische gab den Nachwuchspolitikern einen Einblick in seine aktuelle Arbeit sowie einen Ausblick auf zukünftige Entscheidungen, die für die Stadt zu fällen sein werden. Unter anderem ging er dabei auch auf die Frage ein, ob für Springe aus finanziellen Gründen eine kommunale Fusion etwa mit der Stadt Bad Münder vorstellbar sei. „Dies ist in absehbarer Zeit kein Thema“, versicherte er. Allerdings könne die Springer Jugend aufgrund der aktuellen finanziellen Lage auch davon ausgehen, dass in Springe kein Spaßbad und auch keine Großraumdisco oder Ähnliches entstehen könnten. „Das ist ebenso abwegig wie der Bau einer neuen, zwölf Millionen Euro teuren Mehrzweckhalle“, stellte er klar.

Im Zuge der Bildungspolitik geht der Rathauschef indes davon aus, dass die Diskussion um die Errichtung einer Gesamtschule in Springe wieder aufflammt. „Weil die FDP nicht auf die Beine kommt, werden wir bei der nächsten Landtagswahl höchstwahrscheinlich eine neue Regierung bekommen, die die Hürden für dieses Modell niedriger setzen wird.“

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