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Kimmel: „Er hat sich bewährt“ / Linke wollen Bürgermeister-Kandidaten mustern / Grüne zurückhaltend

Hische: Jetzt doch Rückendeckung aus der FDP

Springe (ric). Hische will wieder antreten. Woltmann auch. Dazu kommt ein noch unbekannter Kandidat der SPD. Und sonst? Elf Monate vor der Bürgermeisterwahl beschäftigt das Thema auch die kleineren Parteien.


So will die FDP dieses Mal offenbar doch keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, sagt Parteichef Peter Kimmel. Er erneuerte jetzt die Forderung, den parteilosen Jörg-Roger Hische zu unterstützen. Der Amtsinhaber habe sich „sehr gut bewährt“ und ein starkes Team bei der Stadt hinter sich. CDU-Kandidat Friedrich Woltmann spricht Kimmel sehr wohl hohe Kompetenz zu, bezweifelt aber dessen notwendige Erfahrung. „Endgültig machen wir das aber erst fest, wenn alle auf der Liste feststehen.“ Zwischenzeitlich hatten die Liberalen ihre Unterstützung für Hische stark relativiert und sich wieder ins neutrale Lager eingeordnet.

Kimmel erinnert jetzt daran, wie die FDP vor neun Jahren eine eigene Kandidatin aufgestellt hatten, die dann im zweiten Wahlgang zurückzog – und so in der Stichwahl das Feld für Hische freimachte. Als Jurist wolle Kimmel zunächst abwarten, wie die geplante Änderung des Kommunalverfassungsgesetzes ausfällt. Dann soll die Zahl der Wahlkreise von vier auf einen oder zwei reduziert werden. Angedacht ist auch ein Wegfall der Stichwahlen. „Wir werden uns im Rat darüber unterhalten müssen, ob es sinnvoll ist, Springe in zwei Hälften zu teilen.“

Die Ortsgruppe der Linken will Anfang kommenden Jahres alle feststehenden Bewerber zu einem Gespräch einladen – und dann entscheiden, ob sie eine Wahlempfehlung ausspricht. „Ist niemand dabei, den wir unterstützen, halten wir uns raus“, sagt der Vorsitzende Axel Seng. Jemanden aus den eigenen Reihen will Die Linke wohl nicht einbringen. „Da haben wir noch keinen gefunden, der sich das zutraut.“ Seng räumt ein, dass ihm der repräsentative Part des Bürgermeisters persönlich schon reizen würde – aber die Erfahrung und das Wissen in Verwaltungsangelegenheiten fehlt. Im Vordergrund stehe für die Ortsgruppe zunächst, kommunalpolitische Erfahrung zu sammeln.

Zurückhaltend gibt sich Grünen-Parteichef Uwe Mügge. „Wir haben keine Eile“, sagt er. Nicht auszuschließen sei, dass „vielleicht noch etwas Eigenes aus dem Hut gezaubert“ werde. Entsprechende Ideen bezüglich eines Kandidaten würden schon existieren. „Die werden wir momentan aber nicht verkünden.“ Klar scheint, dass die Grünen zunächst abwarten wollen, wen die Sozialdemokraten aufstellen.

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