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Stadtsanierung: Gremien wollen Pfarrstraße einbeziehen / Stadt und Architekt loben Engagement der Bürger

„Herzensangelegenheit“: Daumen hoch für die Pläne

Eldagsen (ric). Eldagsen sehnt sich die Stadtsanierung herbei. Wie groß das Interesse ist, zeigte sich jetzt beim Planungsausschuss, der eigens für die zahlreichen Besucher und den Ortsrat im Berggarten tagte. Am Ende gab es breite Zustimmung für die Pläne der Verwaltung.

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„Die Stadtsanierung ist eine Herzensangelegenheit der Eldagser“, sagte Ortsbürgermeister Ralf Burmeister. Es sei sinnvoll, zum Großprojekt Kirchumfeld auch einen Teilbereich der Pfarrstraße einzubeziehen (NDZ berichtete). Dafür will das städtische Planungsamt Haushaltsreste verwenden und so das Ensemble in einem Rutsch veredeln. „Das Gesamtpaket ist sinnvoll“, findet auch Carsten Marock. Der Springer Ortsbürgermeister erntete Applaus für seine Zusage, „notfalls noch ein paar Euro zuzuschießen“.

Stadtplanerin Susann Demelius empfahl Ortsrat und Fachausschuss, die Pfarrstraßen-Sanierung in die Ausschreibung einzubeziehen – dadurch könnten Synergieeffekte genutzt und Gelder gespart werden. „Alleine für sich wäre die Straße nur schwer zu finanzieren.“ Jährlich sind Kosten von 600 000 Euro angesetzt, zwei Drittel von Bund und Land finanziert, der Rest aus dem Stadtsäckel. Reichen müssen die Mittel allerdings für private und öffentliche Maßnahmen. Baudezernent Hermann Aden lobte in diesem Zusammenhang die außergewöhnliche Einsatzbereitschaft der zahlreichen Beteiligten. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich ein so großer Arbeitskreis engagiere. Rund eine Million Euro kostet demnach das Kernstück der ersten Jahre: Kirchumfeld und Marktplatz. 150 000 Euro kommen für den Kanalbau hinzu – ein Bereich, der nicht förderfähig ist, ebenso wie die Entwässerung des Platzes.

Architekt Dr. Christoph Schwahn sparte ebenfalls nicht mit Beifallsbekundungen: „Wir waren ein gutes Team.“ Unter Schwahns Regie stellten die Bürger fest: Die St.-Alexandri-Kirche schlummert zurzeit im Verborgenen, befindet sich gar in einer optischen Senke. Auch die Grünanlagen seien dort in eine Art Dornröschenschlaf versunken. Problematisch ist neben der Funktionalität der Wege auch, dass das Ehrenmal schwer zugänglich ist, und dass der Wochenmarkt an der Langen Straße mehr eine Notlösung darstellt.

Entstehen soll also ein großer befestigter Platz, der viel Raum für Veranstaltungen lässt. Der Markt würde parallel zum Ratskeller angeordnet, bei Bedarf, etwa zu Weihnachten, kann er rund um das Gotteshaus geführt werden. Für die Befestigung wurde Naturstein ausgewählt. „Der sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch kostengünstig“, sagte Architekt Schwahn. Gutes Material könnte mehrere Jahrhunderte halten – im Gegensatz zu Beton etwa. Zudem lasse das historische Sakralgebäude gar keine andere Umrandung zu.

Baustart wird wie berichtet erst 2013 sein, solange soll Geld angespart werden.

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