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CDU-Chefin: Hische-Unterstützer ohne „Arsch in der Hose“ / Riegelmann neue Vorsitzende

Henkels kritisiert Parteifreunde zum Abschied

Springe (zett). Ihre letzten Minuten im Amt nutzte die scheidende CDU-Chefin Anette Henkels für deutliche Worte – so deutlich, dass mit Jürgen Kuschnereit einer der Angesprochenen gestern Abend gar vorzeitig die Mitgliederversammlung der Christdemokraten in Gestorf verließ. So verpasste er die Wahl von Elke Riegelmann zur neuen Vorsitzenden.

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Kuschnereit hatte sich offenbar von Henkels direkt angegriffen gefühlt, als sie in ihrem Tätigkeitsbericht noch einmal auf den Vorlauf zur Bürgermeisterwahl einging. Einige CDU-Mitglieder hatten damals ihren früheren Parteifreund und den späteren Wahlsieger Jörg-Roger Hische unterstützt und so dem eigenen Kandidaten Friedrich Woltmann eine Abfuhr erteilt. „Wer so denkt, von dem hätte ich mir gewünscht, dass er bei der Nominierung den Arsch in der Hose gehabt hätte, mit Nein zu stimmen“, erzürnte sich Henkels. Jemanden aufs Podest zu heben und ihn dann „am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen – das geht nicht“.

Deutlich ruhiger ging es im Anschluss bei Riegelmanns Wahl zu. Sie erhielt 37 von 45 Stimmen: Drei Mitglieder lehnten ihre Kandidatur ab, vier enthielten sich, ein Wahlzettel war ungültig. Riegelmann bedankte sich – und schränkte gleich ein: „Ich sehe mich als Zwischenlösung.“ Ihre Aufgabe bestehe auch darin, als Wegbereiterin jüngere Mitglieder zu gewinnen, die in das Amt des Vorsitzenden „hineinwachsen“ sollen.

Riegelmanns Stellvertreter sind Oliver Groseck und Ute Austermann-Haun.

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