weather-image
17°
Altenhägener mit Bundesverdienstkreuz geehrt / Jahrzehntelang für seine Mitmenschen im Einsatz

Hartmut Koch: Ritterschlag fürs Lebenswerk

Altenhagen I (ric). Wer aufzählen möchte, was Hartmut Koch geleistet, der muss Zeit mitbringen. Viel Zeit. Denn Ehrenämter, die hat der 63-Jährige für mehrere Leben gesammelt – und er hat sie immer mit Hingabe und Leidenschaft erfüllt. Gestern war der Tag, an dem Hartmut Koch sich einmal nicht uneigennützig in den Dienst anderer stellte. Der gestrige Abend gehörte ihm, der Abend, an dem er das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam.

Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet: Hartmut Koc

„Ich war immer der Jüngste – und doch, man traute es mir zu“, zieht Koch kurz und knapp Bilanz. In Bröders Scheune in seinem Heimatdorf Altenhagen I haben sich 40 Gäste versammelt, viele, die seinen langen Weg gesäumt haben, die ihn als Kümmerer kennen, der immer irgendwo präsent zu sein scheint. Darunter ist auch der stellvertretende Regionspräsident Wolfgang Neubauer. Er erinnert an Hartmut Kochs Werdegang: daran, wie er sich seit 1969 in der Festgemeinschaft der örtlichen Vereine maßgeblich engagiert, wie er Dorffeste organisierte, wie er die Feierlichkeiten zur 700-Jahr-Feier leitete. „Herr Koch hat das Miteinander für das Dorfleben entscheidend geprägt“, sagt Neubauer.

Engagiert, das ist Koch in so vielen Bereichen, unter anderem in der besonderen Kombination aus Jagdvorsteher, -Aufseher und Vorstandsmitglied im Realverband. Dann wäre da noch die Tätigkeit in der Schule, dort nahm die Lawine ehrenamtlicher Tätigkeiten ihren Anfang. Sein Examen legte er als junger Mann mit Auszeichnung ab, dann die landwirtschaftliche Meisterprüfung. Mit 24 Jahren trat er dem Schulvorstand der Hamelner Lehranstalt mit ihren 1000 Schülern bei, seit 1998 ist er dort Präsident. Koch kümmerte sich stets um Nachwuchs-Landwirte: in der Schule und im eigenen Familienbetrieb. Als Sportschütze erreichte er so ziemlich alle Auszeichnungen, die es gibt, als Schöffe am Amtsgericht Springe und am Landgericht Hannover sprach er Recht, als Versicherungsfachmann beriet er 14 Jahre lang Mitglieder von Sozialverbänden.

Dankesworte für sein großes Engagement sprachen auch Ortsbürgermeisterin Ulrike Bornscheuer, Bürgermeister Jörg-Roger Hische, Dorothee Schaper, Jürgen Müller und Otto Pfau. Und auch der dreijährige Enkel Daniel ist stolz auf seinen Opa – auch wenn der damit nicht mehr sagen konnte, er wäre immer der Jüngste…

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare