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Kulturausschuss will Jugendliche bei Kosten schonen / Fünf Wochen lange Schließung droht in den Ferien

Hallenbad-Preise für Erwachene sollen steigen

Springe (jemi/zett). Der Eintritt für Erwachsene ins Springer Hallenbad soll teurer werden. Dafür sprachen sich gestern Abend die Mitglieder des Kultur- und Sportausschusses aus. Unterdessen scheint sich für das Hallenbad eine fünfwöchige Schließung in den Sommerferien abzuzeichnen.

Ein Sprung ins kühle Nass soll für Erwachsene bald 3,80 Euro kos

Einstimmig votierte die Politik gestern für den Antrag der CDU-Fraktion, die Preise für eine Einzelkarte auf 3,80 Euro zu erhöhen. Bis jetzt zahlt ein Kunde des Hallenbades 3 Euro. Jugendliche sollen demnach in Zukunft 1,50 Euro aufbringen. Im Rahmen des Haushaltskonsolidierungskonzepts sollte der Eintrittspreis ursprünglich auf bis zu 4 Euro steigen. Sport-Fachdienstleiterin Gabriele Tegtmeyer war in ihrem Beschlussvorschlag jedoch zurückgerudert und hatte den Vorschlagspreis auf 3,50 Euro gesenkt. Jugendliche sollten demnach 1,80 Euro zahlen. „Wir sollten mit den Preisen nicht über das Ziel hinaus schießen“, sagte Tegtmeyer gestern – andernfalls läge die Stadt Springe eindeutig über dem Durchschnitt der Bäderpreise in der Region.

Das sei schwierig zu rechtfertigen – und ein Besucherrückgang damit wahrscheinlich. So verfehle man auch das Ziel, mehr Geld einzunehmen. 1,80 Euro für Jugendliche würden dagegen im Vergleich weiter im unteren Bereich liegen.

Wilfried Baxmann vom Sportring gab in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass die Quote der Nichtschwimmer immer stärker anwachse. Das sei ein sehr negativer Trend – dem müsse man entgegen wirken: „Man muss den Kindern und Jugendlichen aus diesem Grund noch mehr entgegen kommen und die Preise sehr moderat belassen“. Daher stellte Baxmann den Antrag, Erwachsenen einen Eintrittspreis von 3,80 Euro zuzumuten, den Jugendlichen aber nur 1,50 Euro zu berechnen – eine Erhöhung von 80 beziehungsweise 30 Cent. Baxmann erhielt für sein Ansinnen die Zustimmung der Kulturausschussmitglieder – ohne Gegenstimme. Der Preis für die Jahreskarte soll dementsprechend angeglichen werden. Allerdings werde es für die Zehner- und 100er-Punkte-Tickets einen Stempel geben, der das Ablaufdatum festlegt.

Tegtmeyer berichtete, dass einige Schwimmer noch „antiquarische“ Karten besäßen, mit denen sie ins Hallenbad wollten. Das soll in Zukunft nicht mehr möglich sein. Die Politiker stimmten für eine Begrenzung von einem Jahr.

Baufachbereichsleiter Hermann Aden erklärte unterdessen auf NDZ-Anfrage, das Bad müsse wegen der nachzuholenden Arbeiten voraussichtlich vom 1. Juli bis 4. August schließen – insgesamt für fünf Wochen: „Wir hoffen, die Zeit noch etwas verkürzen zu können.“

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