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CDU-Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg kritisiert den Stundenausfall / Lehrermangel in Bennigsen ist behoben

„Große Lücken bei der Unterrichtsversorgung“

Springe. Von einem erschreckenden Wert spricht die CDU-Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg mit Blick auf die Unterrichtsversorgung an den Schulen in ihrem Wahlkreis – zu dem auch Springe gehört. „Es zeigen sich an vielen Schulen große Lücken“, kritisiert sie. Landesweit liegt die Unterrichtsversorgung bei 99,5 Prozent. So schlecht wie unter SPD-Führung sei der Wert in den vergangenen zehn Jahren nie gewesen. Die Schulen in Springe lagen während der Auswertung im September aber nur punktuell unter 100 Prozent.


Bei der Grundschule am Ebersberg liegt die Unterrichtsversorgung laut der vorliegenden Daten bei 106,8 Prozent. Auch beim Otto-Hahn-Gymnasium ist der errechnete Wert positiv: 103,1 Prozent. Die Pressesprecherin der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Bianca Schöneich, berichtet, dass die Versorgung der Unterrichtsstunden generell auch möglich sei, wenn die 100 Prozent nicht ganz erreicht werden. Es könnten Stundenpläne umgestaltet werden oder es seien darüber hinaus Abordnungen von Lehrern möglich.

Bei der Grundschule Bennigsen, die bei der Erhebung nur einen Wert von 88 Prozent aufwies, hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan, sagt Schöneich. Die Ergebnisse vom September, als die Daten vom Kultusministerium erhoben wurden, gelten demnach nicht mehr. Eine volle Stelle sei etwa seit dem 1. Februar wieder besetzt. Eine Teilzeitkraft habe außerdem noch aufgestockt. In der Phase der zahlreichen Ausfälle seien zudem Vertretungslehrer eingesprungen. Schöneich erläutert, dass die Verlässlichen Grundschulen generell einen höheren Wert benötigen, um die Versorgung zu gewährleisten. Demnach sind die anderen Grundschulen in Springe gut aufgestellt. Hier lagen die Ergebnisse stets über 100 Prozent – ebenso bei der IGS.

Die niedrigsten Werte erreichen sowohl landesweit als auch in Springe die Förderschulen. Die Janusz-Korczak-Schule hat eine Unterrichtsversorgung von 95,5 Prozent und liegt damit über dem Durchschnitt, der bei 94,5 Prozent liegt. „Selbst wenn kein Pflichtunterricht ausfällt, fallen Arbeitsgemeinschaften oder zusätzliche Angebote aus“, sagt Kohlenberg. Auch die Teilung von Lerngruppen könne dann nicht mehr stattfinden, um Schüler bei Bedarf besonders zu fördern. jemi

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