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Glühwein, Waffeln und Kunsthandwerk

ALFERDE/LÜDERSEN/HOLTENSEN. In der Adventszeit locken unzählige Weihnachtsmärkte. Weihnachten ist die Zeit der Liebe und der Besinnlichkeit. Springes Weihnachtsmärkte läuten diese Zeit schon im November ein. Ob gebrannte Mandeln, Holzpyramiden oder eine Begegnung mit dem Weihnachtsmann – für jeden ist etwas dabei.

Lichterfee St. Lucia hilft dem Weihnachtsmann beim Verteilen der Geschenke. Foto: Bähre

Autor:

Heinz Bähre und Horst Voigtmann

Alferde und die Nordische Weihnacht
Wer hilft eigentlich dem Weihnachtsmann oder dem Christkind beim Verteilen der vielen Geschenke? Auf dem Weihnachtsmarkt in Alferde hatte sich die Lichterfee St. Lucia angeboten. In einem weißen Gewand mit rotem Band um die Taille und einem Kranz mit Kerzen auf dem Kopf brachte sie einen großen Sack mit Geschenken mit. Schüchtern und mit großen Augen standen die Kleinen vor der Lichterfee, bevor sie sich etwas aus dem Sack heraussuchen durften. Aber das war noch nicht die einzige Überraschung für die Kinder: In der Kirche gab es ein großes Bastelangebot. Scheren und Klebstoff standen ihnen dafür zur Verfügung. Besonders gefragt: Rentierköpfe mit rotem Geweih.

Ganz nach dem Motto „Nordische Weihnacht“ dekorierten Schlitten, Langlaufskier und anderes Gerät die Buden zwischen Kirche und Feuerwehrhaus. „Die roten Plastik-Skier hingen früher in einem Friseurladen“, erzählte die Frau hinter einem Glühweinstand. Besonders lecker ging es in der Kaffeestube zu. Hier sammelte der SC Alferde Spenden für einen Defibrillator. Unermüdlich erläuterte der Vorstand der Fußballer die Technik und die Notwendigkeit eines Defibrillators. Knapp tausend Euro haben sie bereits zusammen, 200 Euro fehlen noch.

Adventsmarkt in Lüdersen mit Kunstgewerbe und Theaterspiel
Das erste Adventswochenende – das ist traditionell auch der Beginn der Weihnachtsmärkte, so auch in Lüdersen. Wer in der Bergdorfhalle originellen Schmuck suchte, um es daheim adventlich zu gestalten, der konnte beispielsweise bei Rudolf Sonnenburg interessante Schweißarbeiten erstehen. Aber das war längst noch nicht alles. Der Adventsbasar bot für jeden Geschmack etwas, von ausgefallen bis klassisch.

Carl-Hans Hauptmeyer, Vorsitzender des Fördervereins Bergdorf Lüdersen, freute sich über die vielen helfenden Hände, die diesen Weihnachtsmarkt erst möglich machten. „Das sind so rund dreißig Menschen gewesen, die mit zugepackt haben. Besonders schön ist es, dass viele junge Familien zugezogen sind, die sich nun nach und nach auch engagieren“, so Hauptmeyer.

Auch die junge Abteilung der Bergbühne war mit von der Partie. Die Schauspieler hatten eine psychotherapeutischen Praxis aufgebaut, in der sich ein Patient mit dem Namen Nikolaus meldete. Mit seinem weißen Bart und seinem roten Mantel nahm er im Sessel des Therapeuten platz und erzählte von seinen Problemen. Die Kinder würden weder Wunschzettel schreiben noch dürfe er die Rute benutzen. Darauf schlug der Therapeut eine Umschulung vor. Eine Umschulung zum Erziehungsberater.
Holtenser Weihnachtsmarkt in der alten Schule
In den Räumen der alten Schule ist längst der Kindergarten zuhause. Elke Schumann leitet die Kindertagesstätte. Eigentlich hat sie sonnabends frei, nur nicht an diesem Wochenende. „Wir haben kleine Basteleien vorbereitet und die Kinder können sich hier schminken lassen“, erzählte sie. Der vierjährige Robin hat sich bereits in einen ziemlich gefährlichen Tiger verwandelt. Sein Bruder, der sechsjährige Noah, versuchte unterdessen, in der Turnhalle Dosen umzuwerfen.

Der Erlös des Weihnachtsmarkmarktes soll dem Kindergarten zugutekommen. „Die Kinder wünschen sich wieder mal einen Ausflug“, sagte Elke Schumann. „Vielleicht in den Familienpark Sottrum. Da sind viele Tiere zu sehen, man kann mit einem Floß über das Wasser setzen und es gibt einen kleinen Bauernhof mit Landmaschinen“, erzählt sie.

Um den Weihnachtsmarkt schön zu gestalten, hatte Heinrich Freimann, Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Dorfvereins, kräftig Unterstützung. „Seit 2009 veranstalten wir den Weihnachtsmarkt in der alten Schule“, erklärte Freimann. Bei den Spielen, die der Dorfverein und der Tischtennisverein veranstalteten, wurden im Laufe des Nachmittags drei Preise vergeben. „Eine Jahreskarte fürs Wisentgehege, eine Freikarte fürs Freibad und ein Einkaufsgutschein. Und nachher kommen auch noch der Weihnachtsmann und der Musikzug Eldagsen vorbei“, so der Ortsbürgermeister.

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