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Arbeitsagentur kann Irmhild Hansen (55) vermitteln, bevor sie überhaupt auf der Straße steht

Gleich nach der Kündigung einen neuen Job

Springe (mf). Die Agentur für Arbeit will in Zukunft verstärkt von Kündigung bedrohte Arbeitnehmer vermitteln, noch bevor diese auf der Straße stehen. Vor allem für ältere Beschäftigte sei es nämlich oft besonders schwierig, aus der Arbeitslosigkeit heraus eine neue Stelle zu finden. Bei Irmhild Hansen hat es geklappt: Zwei Tage, nachdem die Springerin von ihrer alten Arbeitgeberin die Kündigung bekommen hatte, fand sie mit Hilfe der Arbeitsagentur einen neuen Job.

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„Niederschmetternd“ sei es gewesen, als ihre damalige Chefin ihr kurz vor Weihnachten die Kündigung in die Hand gedrückt habe, erinnert sich die examinierte Altenpflegerin. Kein halbes Jahr hatte sie bei der Tagespflegeeinrichtung gearbeitet, als die Hiobsbotschaft kam. „Ich war völlig fertig. Doch mir war schnell klar, dass es irgendwie weitergehen muss.“

„Die Beraterin hat mir Mut gemacht“

Dabei war der Springerin, die gestern ihren 55. Geburtstag feierte, klar, dass es in ihrem Alter nicht leicht sein würde, etwas Neues zu finden – trotz einer über 25-jährigen Berufserfahrung. Noch am selben Tag meldete sie sich bei der Arbeitsagentur. „Um erst gar nicht arbeitslos zu werden, hatte ich ja nur zwei Wochen Zeit“, erinnert sich Hansen.

Die Beraterin habe ihr umgehend einen Termin gegeben. „Und sie hat mir Mut gemacht und einige Kontaktadressen mitgegeben. Alles in allem eine erstklassige Beratung“, lobt Hansen. Schon der erste Anruf im münderschen Senioren- und Pflegeheim Dr. Heindorf sei ein Volltreffer gewesen. „Ich habe die Stelle sofort bekommen, sogar ohne Vorstellungsgespräch.“

Inzwischen ist die Altenpflegerin ein Vierteljahr dort beschäftigt. „Ich bin hier in ein nettes, hochmotiviertes Team gekommen und sehr zufrieden“, strahlt Hansen. Es sei richtig gewesen, sofort zur Arbeitsagentur zu gehen.

„Aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis heraus ist es in der Regel leichter möglich, eine neue Stelle zu finden. Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, desto schwieriger wird die Jobsuche“, sagt die zuständige Teamleiterin Antje Eggers.

n Ab sofort können sich betroffene Arbeitnehmer auch schriftlich, zum Beispiel per Brief, Mail oder Fax bei der Agentur für Arbeit melden. Wichtig hierbei ist, dass die angegebenen persönlichen Daten ausreichen, um Kontakt mit dem Kunden aufnehmen zu können. Ebenso kann die telefonische Meldung unter der Servicenummer 01801/555111 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr genutzt werden, um sich den Weg in die Agentur für Arbeit zu sparen. In jedem Fall erhält der Kunde umgehend einen Termin beim Arbeitsvermittler, versichert Eggers.

Fand mit Hilfe der Agentur für Arbeit innerhalb eines Tages einen neuen Job: Altenpflegerin

Irmhild Hansen. Die 55-jährige Springerin ist seit 2. Januar in einem Heim in Bad Münder beschäftigt.

Foto: oe

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