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Eberhard Brezski soll am 27. März zum Abteilungsvorsitzenden des Gestorfer Ortsvereins gewählt werden

Gestorfer SPD will Bürgerbüro – Schelte für die CDU

Gestorf (vob). Am 27. März soll es für Eberhard Brezski soweit sein: Auf der Mitgliederversammlung im Bennigser Gasthaus Schwägermann soll er zum neuen Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins und zum Nachfolger von Axel Schulte-Czichon gewählt werden. Am Mittwoch schüttelten sich beide bei der Jahresversammlung der SPD-Ortsratsabteilung Gestorf die Hände.

Luise Höfer ist seit 30 Jahren in der SPD. vob

Brezski ließ in seinem Amt als Vorsitzender der Abteilung das politische Jahr Revue passieren - und schlug verbal heftig auf die Vertreter der Christdemokraten ein.

„Wir hatten hier in Gestorf ein gutes Jahr mit vielen Aktivitäten, insgesamt waren es 29 Aktionen“, berichtete Brezski. Besonders hervorzuheben seien dabei das Kinderfest im Ort, das zum 20. Mal ausgerichtete Skatturnier, die Reinigung der Grünflächen in Gestorf sowie die Freilegung und Säuberung des Gedenksteins, die Begehung des 15 jährigen Kindergartenjubiläums sowie die Besichtigung des Flughafens Langenhagen, zählte er auf.

„Das anlaufende Jahr 2009 stellt an uns mit der Europa- und Bundestagswahl große Herausforderungen“, sagte der Vorsitzende. Er habe keine Sorge, Matthias Miersch bei den Wahlen im Bund im September als Kandidaten für den Wahlkreis Hannover-Land II durchzubekommen. Alleine die Europawahlen seien es, die ihm Magenschmerzen bereiten, gestand Brezski. „Die EU ist zwar nicht Auslöser der Finanzkrise, hat diese durch ihr Verhalten jedoch verstärkt“, analysierte der Bankabteilungsdirektor.

Zielsetzung müsse ein soziales Europa sein. Diese Einsicht gelte es den Menschen zu vermitteln, erklärte Brezski.

Auf die Ortspolitik zurück-kommend, stieg bei dem Abteilungsvorsitzenden merklich der Adrenalinspiegel: „Anhand von Umfragen in den örtlichen Medien ist abzulesen, dass die Installation eines Springer Bürgerbüros nicht nur Zustimmung erhält. Dennoch halten wir sie für sinnvoll und bleiben unsere Linie in dieser Sache treu“, sagte er. Wenn er jedoch höre, wie CDU-Vertreter wie Wilfried Baxmann einerseits den Bürgerbüroservice befürworten, andererseits darauf pochen, dass eben dieser Service von den Bürger selbst ehrenamtlich angeboten werden soll um Gelder einzusparen, dann sei dies „der Gipfel der Perversion“, so Brezski wörtlich. „Wenn Baxmann so denkt, kann er ja selbst mit gutem Beispiel vorangehen und sich dort ehren-amtlich betätigen, aber das wird er nicht machen“, schoss Brezski in Richtung des Fraktionsvorsitzenden der CDU im Stadtrat.

Ohnehin seien die Christdemokraten immer groß darin, Sparmaßnahmen im Leben der einfachen Bürger anzusetzen: „Bei der CDU scheint sich die wirtschaftliche Kompetenz auf den Gang in Wirtschaften und Thekenge-spräche zu beschränken“, sagte er mit Wut im Bauch. Die bei der Gestorfer Versammlung ebenfalls anwesende Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat, Katrin Kreipe, mahnte ergänzend, dass die im Bürgerbüro tätigen Menschen auch über entsprechende Kompetenzen verfügen müssten.

Bei allen Spitzen gegen die politische Konkurrenz blieb in Gestorf jedoch auch noch Zeit für Blumensträuße und nette Worte. Luise Höfer, die Ehefrau des Ortsbürgermeisters, wurde für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

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