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Gerichtsverfahren: Springer klaut im Kaufhaus in Hannover

SPRINGE. Kleidung im Wert von rund 500 Euro wollte ein junger Springer im Januar 2017 in einem hannoverschen Kaufhaus entwenden. Dabei trug er ein Jagdmesser bei sich. Ein Jahr später klaute er in einem anderen Kaufhaus noch einmal Hemd und Pullover.

Foto: Archiv

Autor:

anne brinkmann-thies

Wegen Diebstahls mit Waffen wurde der einschlägig vorbestrafte Angeklagte jetzt vom Jugendgericht am Springer Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt.

Gemeinsam mit einem Kumpel war der 19-jährige Springer in dem hannoverschen Kaufhaus auf Diebestour gegangen. Die Waren, die die beiden im zweiten Obergeschoss erst anprobiert, und dann in zwei mitgebrachte Tüten gesteckt hatten, wollten sie angeblich im Erdgeschoss bezahlen.

Als ein Detektiv die beiden kurz vor dem Ausgang stellte, entdeckte er bei dem Springer Waren im Wert von rund 500 Euro. Die Sicherheitschips und die Preisetiketten waren entfernt. Der Angeklagte hatte sie offenbar mit seinem Jagdmesser rausgeschnitten. Dabei waren auch einige Kleidungsstücke beschädigt worden. Der Angeklagte räumte die Taten unumwunden ein. Die Staatsanwaltschaft hatte für den jungen Mann eine Arbeitsauflage von 80 Arbeitsstunden sowie ein Gespräch bei der Lebensberatung gefordert.

Sein Verteidiger wies allerdings auf ein anstehendes Praktikum hin, wodurch sein Mandant kaum mehr in der Lage sein würde, nebenher noch zu arbeiten. Die Jugendrichterin verhängte daraufhin die Geldstrafe. Die 300 Euro sollen an die Springer Tafel fließen. Der Freund des Angeklagten war bereits im März für den Kaufhaus-Klau sowie für Beleidigung von Polizisten zu zwei Freizeit-Arresten verurteilt worden.

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