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Gerichtsurteil löst Wutausbruch aus

SPRINGE. Schon wieder ein demoliertes Auto, schon wieder eine Sachbeschädigung: Kaum drei Wochen nach einem letzten Prozess rund um den zerkratzten Wagen seiner ehemaligen Geliebten, musste sich ein 29-Jähriger jetzt erneut vor Gericht verantworten.

Foto: Archiv

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Er soll den Wagen eines Kontrahenten durch einen Fußtritt beschädigt haben.

Die Beziehungen des vielfach vorbestraften Springers, der mit seiner Verlobten zusammenlebt, sind recht verworren. Denn auch zu seiner Ex-Geliebten hatte der Mann bis vor Kurzem noch enge Bindungen. Und gerät offenbar mit dem Vater von deren Zwillingen immer wieder in Streit. So geschah es auch im September vergangenen Jahres. Damals trafen er und die Zwillingsmutter den 27-Jährigen vor dem Parkplatz des Springer Hallenbads.

Dabei beschuldigte der Angeklagte den 27-Jährigen, sich nicht ausreichend um die Zwillinge zu kümmern. Es kam zunächst zu einem Handgemenge zwischen den Männern. Dann flüchtete der 27-Jährige sich in das Auto seiner neuen Freundin und verriegelt die Türen zentral von innen.

Der Angeklagte habe dann gegen das Fenster geschlagen, anschließend habe er ein dumpfes Geräusch, wie von einem Fußtritt gehört, berichtete der 27-Jährige in seiner Zeugenaussage vor Gericht. Dessen Freundin und auch die Ex-Geliebte des Angeklagten erklärten, dass sie die Tritte gegen das Auto sogar gesehen hätten. Das Paar fuhr anschließend zur Polizei, die den Schaden am Auto bestätigte. Eine Werkstatt schätzte die Reparaturkosten später auf rund 1000 Euro.

Der Angeklagte indes bestritt alle Vorwürfe. „Ich habe nicht gegen das Auto getreten“, sagte er. Im Übrigen sei der Wagen ohnehin eine Rostmühle. Vermutlich habe das Paar den Wagen auf seine Kosten reparieren lassen wollen, vermutete der 29-Jährige. Er habe lediglich den Zwillings-Vater zurück ins Auto geschubst.

Vorangegangen war dieser Situation jedenfalls ein handgreiflicher Streit. Der 27-Jährige habe ihn geschlagen, daraufhin habe er ihn in den Schwitzkasten genommen, berichtete der Angeklagte. Beide Kontrahenten hatten einander daraufhin wegen Körperverletzung angezeigt, beide Verfahren wurden aber eingestellt.

Jetzt verurteilte die vorsitzende Richterin den 29-Jährigen wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 350 Euro. Dieses Urteil löste bei dem Angeklagten einen Wutausbruch aus. Er werde in Berufung gehen und auf einem Gutachten bestehen, rief er. Zudem wolle er sich sofort einen Anwalt nehmen.

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